Hier kommt ein Beitrag für den Freizeitdesigner, der schnell eine einseitige Website für das Mahjong-Team seines Onkels zusammenstöpseln muss, aber nicht so recht weiß, wie… Spaß beiseite, das Template Justapage des Developers Paul Molluzzo ist als Startpunkt für den Bau einer einseitigen Website besonders für Personen geeignet, deren HTML- und CSS-Kenntnisse eher rudimentär sind. Und auf diese Zielgruppe bezogen, ist Justapage in der Tat mehr als einen Blick wert.
Das Konzept von Justapage kritisch betrachtet
Ich habe zunächst gezögert, Justapage hier vorzustellen. Dabei ist es nicht so, dass einseitige HTML-Seiten uninteressant wären oder selten gebraucht würden. Im Gegenteil dürften die meisten Kleingewerbetreibenden und private Einrichtungen ganz gut mit einer solchen Minimalpräsenz bedient sein. Nur ist es durchaus diskutabel, ob man hierfür ein Template hernehmen sollte, dass auf jQuery setzt und nicht responsiv ist. Immerhin schleppt man auf diese Weise einen Datenoverhead von rund 100kb mit sich herum, bloß um ein paar Scrolleffekte zu nutzen und ist zudem nicht für künftige Anforderungen gerüstet.
Ich schaute also genauer hin und setzte mich ein wenig mit dem Code auseinander. Mit den Augen eines Anfängers betrachtet, begann ich nach einer Weile Justapage zu mögen. Die Demoseite, die auch im Download-Paket mitgeliefert wird, setzt den Betrachter zwar der Gefahr einer spontanen Augenpest aus. Allerdings kann man diese klare Kontrastierung auch als Pluspunkt sehen. So ist jedenfalls immer sofort ersichtlich, welcher Style sich auf welchen Teil der Seite auswirken wird. Und das ist gut für Einsteiger.
Unter diesem Gesichtspunkt ergibt auch der Einsatz von jQuery einen Sinn. Natürlich hätte man andere Lösungen hernehmen können, aber jQuery funktioniert einfach out of the box und wird dem angehenden Designer in der Zukunft ohnehin stets wieder begegnen. Wieso sollte man ihn also nicht früh damit konfrontieren? Der einzige echte Makel an Justapage ist der Einsatz von Eric Meyers Reset.css in der alten Version 1. Hobbydesigner, die diesen Beitrag lesen, gehen also bitte auf diese Seite, kopieren sich dort die Version 2 heraus und ersetzen damit den Code aus der reset.css von Justapage.
Hat man sich das rund 370kb schwere Zip von GitHub herunterladen, wo es unter GPL-Lizenz bereit steht, findet man einmal die nachvollziehbare Ordnerstruktur der Demoseite und zum anderen die identische Struktur mit dem eigentlichen Template, welches nur über Platzhalter-Content verfügt. Im Zusammenspiel beider Varianten erschließen sich jetzt dem einigermaßen abstraktionsfähigen Laien recht schnell Funktionsweise und Anpassungsmöglichkeiten.
Justapage ist nicht responsiv, sondern liefert für Viewports zwischen 320 und 480 Pixeln eine separate CSS mit, die per Media Query im Head der Seite getriggert wird. Auch das ist letztlich die meiner Meinung nach für Einsteiger bessere Lösung. Molluzzo lässt das Thema mobiles Design nicht völlig unter den Tisch fallen, macht aber auch nicht gleich das größere Fass des responsiven Designs auf.
So. Wer bis hierhin gelesen hat, kann jetzt seinen Onkel anrufen und ihm sagen, dass das mit der Website für sein Mahjong-Team klar geht.
Dieter Petereit
ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit fast 30 Jahren in der IT daheim. Seit 2008 schreibt er für Dr. Web, seit 2012 ist er Chefredakteur des Magazins. Man findet ihn auch auf Twitter und Facebook, aktiver ist er allerdings auf Google+.
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Hallo,
ich lese Ihre Beiträge sehr gern.
Wäre es aber möglich weniger dieser Anglizismen zu nutzen? Hinter jedem dieser Wörter steht auch ein deutsches Wort.
Ich fände es sehr schön wenn wir alle etwas mehr Wert auf die deutsche Sprache legen würden. :D
Alles Gute,
Nina
Hier mal der Text ohne Denglisch. Liest sich ziemlich holperig und erschwert besonders weitere Recherchen, wenn man so konsequent auf Fremdwörter verzichtet. Einen akzeptablen Kompromiss für Denglisch-Allergiker wird es vermutlich gar nicht geben. Und wer ernsthaft Interesse and Internetz-Gestaltung hat, kommt eh nicht an Englisch vorbei, schon alleine weil HTML und JavaScript Englisch als Basis haben. Wie jede spezialisierte Fachrichtung gibt es auch hier einen üblichen Terminus, der die Verständigung untereinander vereinfacht und welchen Einsteigen erlernen müssen.
Klar, manchmal ist es übertrieben, über man kann es auch anders herum übertreiben, was ich hier mal gemacht habe. Letztlich enthielt dieser Text nur wenige Begriffe, die nicht im Duden stehen: CSS, GPL und Media Query. Begriffe wie Code, Developer, Pixel, Template oder Overhead sind meiner Ansicht nach in einem Fachbeitrag durchaus tragbar. Persönlich hätte ich nur den Developer durch Entwickler ersetzt. Bei Code wird’s z. B. auch schwierig, da Quelltext eher das gesamte beschreibt, Code aber auch einen Quelltext-Ausschnitt.
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Justapage: Quelloffene HTAS-Vorlage für blutige Anfänger
Hier kommt ein Beitrag für den Freizeitgestalter, der schnell ein einseitiges Internetzangebot für die Sperlingsspiel-Mannschaft seines Onkels zusammenstöpseln muss, aber nicht so recht weiß, wie… Spaß beiseite, die Vorlage Justapage des Entwicklers Paul Molluzzo ist als Startpunkt für den Bau eines einseitigen Internetzangebots besonders für Personen geeignet, deren HTAS- und SGG-Kenntnisse eher rudimentär sind. Und auf diese Zielgruppe bezogen, ist Justapage in der Tat mehr als einen Blick wert.
Justapage: So bunt wie möglich
Das Konzept von Justapage kritisch betrachtet
Ich habe zunächst gezögert, Justapage hier vorzustellen. Dabei ist es nicht so, dass einseitige HTAS-Seiten uninteressant wären oder selten gebraucht würden. Im Gegenteil dürften die meisten Kleingewerbetreibenden und private Einrichtungen ganz gut mit einer solchen Minimalpräsenz bedient sein. Nur ist es durchaus diskutabel, ob man hierfür eine Vorlage hernehmen sollte, die auf jQuery setzt und sich nicht bedarfsgerecht anpasst. Immerhin schleppt man auf diese Weise unnötig viele Daten von rund 100kb mit sich herum, bloß um ein paar Rolleffekte zu nutzen und ist zudem nicht für künftige Anforderungen gerüstet.
Ich schaute also genauer hin und setzte mich ein wenig mit dem Quelltext auseinander. Mit den Augen eines Anfängers betrachtet, begann ich nach einer Weile Justapage zu mögen. Die Demonstrationsseite, die auch im Herunterlade-Paket mitgeliefert wird, setzt den Betrachter zwar der Gefahr einer spontanen Augenpest aus. Allerdings kann man diese klare Kontrastierung auch als Pluspunkt sehen. So ist jedenfalls immer sofort ersichtlich, welche geschachtelte Gestaltungsvorlage sich auf welchen Teil der Seite auswirken wird. Und das ist gut für Einsteiger.
Unter diesem Gesichtspunkt ergibt auch der Einsatz von jQuery einen Sinn. Natürlich hätte man andere Lösungen hernehmen können, aber jQuery ist direkt einsatzfähig und wird dem angehenden Gestalter in der Zukunft ohnehin stets wieder begegnen. Wieso sollte man ihn also nicht früh damit konfrontieren? Der einzige echte Makel an Justapage ist der Einsatz von Eric Meyers Reset.css in der alten Version 1. Hobbygestalter, die diesen Beitrag lesen, gehen also bitte auf diese Seite, kopieren sich dort die Version 2 heraus und ersetzen damit den Quelltext aus der reset.css von Justapage.
Hat man sich das rund 370kb schwere Archiv von GitHub heruntergeladen, wo es unter GPL-Lizenz bereitsteht, findet man einmal die nachvollziehbare Ordnerstruktur der Demonstratinosseite und zum anderen die identische Struktur mit der eigentlichen Vorlage, welche nur über Platzhalter-Inhalte verfügt. Im Zusammenspiel beider Varianten erschließen sich jetzt dem einigermaßen abstraktionsfähigen Laien recht schnell Funktionsweise und Anpassungsmöglichkeiten.
Justapage ist nicht bedarfsgerecht anpasst, sondern liefert für Ansichtsfenstergrößen zwischen 320 und 480 Bildpunkten eine separate SGG-Datei mit, die per Medien-Abfrage im Kopfbereich der Seite angesteuert wird. Auch das ist letztlich die meiner Meinung nach für Einsteiger bessere Lösung. Molluzzo lässt das Thema mobile Gestaltung nicht völlig unter den Tisch fallen, macht aber auch nicht gleich das größere Fass der bedarfsgerecht angepassten Gestaltung auf.
So. Wer bis hierhin gelesen hat, kann jetzt seinen Onkel anrufen und ihm sagen, dass das mit dem Internetzangebot für seine Sperlingsspiel-Mannschaft klar geht.