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Ist Linux Mint 15, Codename Olivia, wirklich die “ambitionierteste Version seit Projektbeginn”?

5. Juni 2013
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Keine zwei Wochen vergingen zwischen dem Release des RC und der Freigabe der endgültigen Version 15 der populären Distribution Linux Mint. Erneut konnten die Entwickler den Releasezyklus locker halten, obwohl sie Mint 15 nach eigenen Angaben für die ambitionierteste Version seit Beginn des Projekts überhaupt halten. Dafür sind wohl vor allem zwei Tools verantwortlich, die es bislang in Linux Mint überhaupt nicht gab.

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Linux Mint als Alternative zu Ubuntu

Linux Mint, für diejenigen, die eben zum ersten Mal davon lesen, basiert auf Ubuntu. Deshalb richten sich die Releasezyklen von Mint auch nach denjenigen des Ubuntu-Projekts. Ubuntu veröffentlicht immer im April und Oktober eines Jahres eine neue Version, Mint entsprechend ein bis zwei Monate später.

Der Hauptunterschied zwischen Ubuntu und Mint ist die Wahl des Fenstermanagers, auch Desktop-Umgebung genannt. Das klingt nur auf den ersten Blick unspektakulär. Die Desktop-Umgebung ist immerhin die direkte Schnittstelle zwischen dem Nutzer und dem System. Während Ubuntu mit Unity seit etwa zwei Jahren die eigene Vorstellung eines Desktops verfolgt und ihn mittlerweile zum Standard der Distribution erhoben hat, bleiben die Macher von Mint bei Gnome, wenn auch in der Version zweier verschiedener Forks.

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Die Fortführung des Gnome-Konzepts darf wohl als Erfolgsfaktor der Distribution gewertet werden, die es darüber hinaus, allerdings weniger erfolgreich in weiteren Varianten, etwa auf der Basis von Debian gibt. Gnome ist neben KDE die bekannteste und beliebteste Desktop-Umgebung in der Linux-Welt, wobei Gnome wiederum als Antwort auf KDE entstanden ist.

Linux Mint 12 bis 14: Der Kampf um den perfekten Desktop

Linux Mint in seiner Ubuntu-basierenden Variante wird seit zwei Jahren wiederum in zwei Versionen angeboten. Es gibt eine MATE- und eine Cinnamon-Variante. Beide basieren auf Gnome. MATE entwickelt Gnome in der Version 2 weiter, Cinnamon versucht, das zu Beginn weniger beliebte Gnome 3 fortzuführen.

Canonical versucht, Ubuntu zum Linux-System für jedermann zu machen und geht dabei den Weg strikter Vereinfachungen und Standardisierungen. So wurde die Einführung der Eigenentwicklung Unity als Standard-UI in Abkehr vom bislang präferierten Gnome-Desktop von Powerusern als so radikal empfunden, dass es zu einer immerhin wahrnehmbaren Abwanderungswelle innerhalb dieser Zielgruppe hin zu Mint gekommen war.

Linux Mint 12, Codename Lisa

Linux Mint greift diese und andere Entwicklungen auf und setzt ihnen Varianten entgegen. So blieb Mint beispielsweise bis zur Version 12, Codename Lisa, bei Gnome als Standarddesktop. In der Version Mint 12 versuchte das Team den Spagat, ein Gnome 3 mit MGSE und via MATE gemeinsam mit Elementen aus Gnome 2 zu verwenden. So wollte Mint Nutzern die Wahl lassen und das nicht nur einmalig während der Installation, sondern auf Dauer während des alltäglichen Gebrauchs des Systems.

Mint konnte weiterhin mit purem Gnome 3.2 als Desktop betrieben werden. Diese Variante dürfte den größten Aufwand an Eingewöhnung für eingefleischte Mint-User sein. Die MGSE (Mint Gnome Shell Extensions) der Version 12 erlaubten es, Gnome 3 so anzupassen, dass es aussah, wie ein Mint-Desktop bislang ausgesehen hat. Insbesondere wurde auf diese Weise wieder eine Taskleiste, sowie ein Startmenü verfügbar gemacht. Dabei musste keine radikale Wahl getroffen werden, vielmehr erlaubten die MGSE eine fast stufenlose Anpassung der Optik zwischen Gnome 3 pur und Mint-Desktop konventionell.

Mit dem zur Version 12 neuen, damals noch instabilen Produkt MATE sollte es möglich sein, zusätzlich zum Gnome 3 ein Gnome 2 auf demselben Rechner zu betreiben. MATE ist ein Fork des Gnome 2 und soll in der Endausbaustufe die identische Funktionalität bieten. Das Mint-Team sieht in MATE die Zukunft traditioneller Linux-Desktops.

Das Konglomerat aus Gnome 3, MGSE und MATE repräsentierte die größten Änderungen an der 12er Version des Mint Linux. Gleichzeitig handelte es sich um die größten Unterschiede zum zugrundeliegenden Linux Ubuntu.

Linux Mint 13, Codename Maya

In der Version 13, Codename Maya, gingen die Mint-Entwickler den eingeschlagenen Weg weiter, entfernen sich dabei aber stärker von Gnome als man das bislang hätte annehmen dürfen. Die Fortführung der Unterstützung der 2er Linie des Gnome übernimmt nun vollständig MATE, dass die Entwickler wenige Monate nach Einführung als stabil und ausgereift sehen. Entsprechend legen sie eine 32bit-, wie auch eine 64bit-Version von Linux Mint 13 MATE vor.

Die Fortführung der Unterstützung der 3er Linie des Gnome-Desktops, die mit dem MGSE-Plugin in Version 12 begonnen hatte, erfolgt jetzt mit einem eigenen Gnome-Fork namens Cinnamon. Zur Begründung heißt es, dass die Architektur des MGSE als Plugin in der Fortentwicklung schnell Grenzen aufgezeigt habe.

Man arbeitet also, Canonical nicht unähnlich, an alternativen Desktop-Lösungen. Ich bin gespannt, ob die Linux-Community, insbesondere deren Kernuser, diesen Weg so mitgehen wollen. Auch Linux Mint 13 Cinnamon kann in einer 32bit-, wie in einer 64bit-Version bezogen werden.

Umsteiger von der Version 12 müssen sich also entscheiden, ob sie künftig auf MATE oder Cinnamon setzen wollen. Natürlich sollte man sich stets vor Augen führen, dass unter Linux die Installation eines alternativen Desktop nur eine Frage der Nutzung entsprechender Repositories ist…

Seit Version 12 verwendet Mint als Standardsuchmaschine Duck Duck Go. Diese Suchmaschine auf Open Source Basis hält sich strikt an das “No Tracking”-Versprechen und dürfte Nutzern aus dem Tor-Umfeld bekannt vorkommen. Mit Version 13 wurde zusätzlich Yahoo! vorinstalliert. Auch hier gilt: Die Wahl der Suchmaschine ist im Wesentlichen von der Eingabe einer URL im Browser zu beeinflussen…

Linux Mint 14, Codename Nadia

In Version 14 (Nadia) wurde deutlich, dass das Team den Fokus schrittweise auf die Cinnamon-Variante verlegt. Hier wurden mehr als 800 Veränderungen vorgenommen. MATE wurde mit Mint Nadia auf 1.4, Cinnamon auf 1.6 gehoben. Speziell an der Stabilität will man gearbeitet haben.

Interessant: Seit Cinnamon 1.6 können Workspaces benannt werden. Die Namensgebung übersteht auch Neustarts und kann so den Organisationsgrad der eigenen Arbeit erhöhen. Weitere schicke Helferlein, wie eine kleine Fensterleiste und ein neues Notification Applet, sowie ein aufgehübschtes Sound-Applets und ein eigener File-Browser namens Nemo entwickelten das System fort.

Freunde des Eye-Candy konnten sich über die neue Version des Display-Managers MDM freuen. Die Auswahl an einsatzfähigen Themes für das eigene Mint war damit gravierend erweitert worden.

Linux Mint 15: Evolution statt Revolution

Auch in der Version 15 startet Linux Mint keine Revolution. Nach wie vor gibt es die beiden Versionen namens MATE und Cinnamon auf Basis von Gnome 2 und 3. MATE wird mit Mint 15 auf die Version 1.6 und Cinnamon auf die Version 1.8 gehoben. Das wirkt erst einmal unspektakulär.

Schien es noch in Version 14 so, als würde das Entwicklerteam den Fokus von der Gnome 2 basierenden Variante MATE weg verlagern, so macht Mint 15 klar, dass diese Annahme total verkehrt war. MATE wird zwar nur moderat modernisiert, teilweise wurden Kerntechnologien gegen zeitgemäßere Lösungen ausgetauscht. Klar ist aber, dass das Mint-Team nach wie vor auf MATE setzt.

Cinnamon ruft ebenfalls kein Featureset auf, aufgrund dessen Schlagkraft man in Freudentränen ausbrechen müsste. Looking Glass ist nun als einzelne App verfügbar, einen eigenen Screensaver gibt es und der Dateimanager Nemo wurde deutlich überarbeitet. Auf dem Lockscreen können nun der Nachwelt Botschaften hinterlassen werden.

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Der Bedienung zuträglich dürfte vor allem die Einrichtung eines Cinnamon-eigenen Einstellungsbereiches in Ersatz für die bisherigen Gnome Settings sein. Ebenso unter das Label “einfachere Bedienung” ist das neue Spices Management einzuordnen. Damit können nun aus dem System heraus Themes, Extensions, Desklets und mehr gesucht und installiert werden. Die Verwendung des Web-Browsers ist damit entbehrlich geworden.

Eine neue API vereinfacht Entwicklern das Development von Applets und Desklets. Bislang musste hierzu gsettings herhalten. Ebenfalls interessant für Entwickler ist die vereinfachte Möglichkeit, Aktionen zum Kontextmenü Nemos hinzuzufügen.

Die Freunde des Eye-Candy kommen auch in Version 15 nicht zu kurz. Es wurden neue Wallpapers von einem Dutzend verschiedener Künstler hinzugefügt, der Fenstermanager MDM kann nun auch mittels HTML5 optisch angepasst werden. Besonders der Bereich der Login-Screens kann in der neuen Version hochaufwändig gepimpt werden, wenn man das möchte…

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Linux Mint 15 mit “Software Sources” und “Driver Manager”

Neu im Sinne von bisher nicht da gewesen sind lediglich zwei Komponenten. Das neue Tool “Software Sources” erlaubt das komfortable Wechseln zwischen Repositories und Mirrors für das Nachladen der Software. Insbesondere die Geschwindigkeitsangaben zu den einzelnen Quellen erlauben die qualifizierte Auswahl der schnellsten Download-Location. Mir persönlich gefällt Ubuntus Software Centre, das eine ähnliche Ausrichtung hat, dabei aber weiter geht, fast schon wie ein App Store agiert, deutlich besser.

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Als sehr nützlich dürfte sich auch MintDrivers, der auf Ubuntu-Code beruhende Treibermanager erweisen. Nach meinen persönlichen Erfahrungen ist gerade die Treiberauswahl und -installation stets die Achillesferse des Spaßes am Linuxen. Was nützt einem ein modernes System, sowohl auf Hard-, wie auf Softwareseite, wenn die Software die Hardware nicht ordentlich unterstützt. Wer sich schon mal auf die Suche nach manuellen Lösungen gemacht hat, weiß eine Lösung wie MintDrivers umso mehr zu schätzen…

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Alles in allem stellt Linux Mint 15 einen konsequenten Schritt auf dem vor zwei Jahren beschrittenen Weg dar. Warum dieses Release das ambitionierteste der Projektgeschichte sein soll, erschließt sich mir nicht. Vielleicht aber übersehe ich da was und einer von Ihnen hat den zündenden Gedanken…

Setzen Sie Mint ein? Werden Sie updaten? Oder geht der Trend zurück zu Ubuntu, jetzt, wo die Distribution auch Ambitionen auf mobile Plattformen hat?

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ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit fast 30 Jahren in der IT daheim. Seit 2008 schreibt er für Dr. Web, seit 2012 ist er Chefredakteur des Magazins. Man findet ihn auch auf Twitter und Facebook, aktiver ist er allerdings auf Google+.

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22 Kommentare zu „Ist Linux Mint 15, Codename Olivia, wirklich die “ambitionierteste Version seit Projektbeginn”?
  1. Martin Helmut Fieber am 5. Juni 2013 um 10:47

    Also, ich muss sagen mir gefällt Ubuntu deutlich besser. Ich empfand den “radikalen” Schritt hin zu einer neuen Umgebung (Unity) als sehr angenehm. Fortschritt eben, wie ich das persönlich finde. Auch die neue Oberfläche von Windows 8 gehört für mich dazu, die ich als sehr modern und benutzerfreundlich empfinde. Aber da hat ja sicherlich jeder seine eigene Meinung, und das ist ja das schöne bei Linux, jeder kann es sich so machen wie er es gerne hätte ;)

  2. Wolfgang am 5. Juni 2013 um 11:33

    Ja, Linux und deren Desktopumgebungen….
    Ich war immer ein reiner Ubuntu Nutzer, bin aber dann auf Mint umgestiegen, da mir der Unity “Desktop” gar nicht gefiel und er mir zu viele Fehler hatte.

    Seit der Version 13.04. bin ich wieder auf Ubuntu mit Unity, es läuft sehr gut, ist schnell und stabil, somit für mich die (Alte)Neue Nummer 1. Mint 15 habe ich angetestet, war aber für mich nicht mehr Interessant.

    lg

  3. Jens am 5. Juni 2013 um 11:59

    Ich habe mir Mint in der Version 13 angesehen, aber betreibe mein Notebook weiterhin mit Ubuntu (den Desktop-Rechner noch mit Windows).

    Als Ubuntu in Version 12.04 Gnome durch Unity ersetzte, habe ich mir (für die Übergangszeit sozusagen) XFCE installiert. Ich kam am Anfang nicht mit diesem Dash klar. Inzwischen arbeite sowohl ich, als auch meine Freundin (die schon seit Beginn damit klar kommt) mit Unity. Die anderen Desktopumgebungen habe ich dann wieder entfernt.

    Im Büro habe ich noch einen Trouble-Shootingrechner der mit Linux Mint 13/ MATE. Läuft auf einem AMD Sempron Rechner :-)

  4. ati am 5. Juni 2013 um 12:49

    Bin nach meinem persönlichen Unity-Desaster auf Xubuntu umgestiegen. Mint wäre eine Alternative gewesen, wird hin und wieder auch getestet. Die aktuelle Version von Unity ist deutlich besser als frühere Versuche, aber mit dem Original (Mac) kann es nicht mithalten.

  5. Michael am 18. Juni 2013 um 19:10

    Ich setze ausschließlich auf den Mate Desktop, die perfekte Lösung! Und ich bin seit 20 Jahren dabei… Mint Mate auf Intel. Mehr braucht der Mensch nicht. Ein Tipp für ttconnect dvb-s2 user (HDTV): Kaffeine installieren und glücklich sein. Empfehle es allen weiter. Genial! Nach 300 Win Installationen aller Versionen bin ich endlich weg von dem Mist.
    Win steht für mich für den Alptraum Gefängnisplanet.
    Nur Mint Mate startete und lief einwandfrei auf ca. 30 verschieden PC’s und Laptops. Jede andere Distri, die ich getestet hatte, schmierte irgendwann ab.
    10 von 10 Sternen für Mint. Gebt euch 14 Tage lernzeit, und ihr wollt nie wieder Win!!!

  6. Christoph D. am 3. Juli 2013 um 15:02

    Hallo!

    Kurz zu meine Vorgeschichte.
    Ich hab früher jahrelang Win genutzt bis 2009 als ich mit XP Probleme hatte.Es wa rwieder mal so weid, als der PC wieder mal abgeschmiert ist und ich alles neu aufsetzen wollte, hatte ich das Problem das bei der installation bei mir der Key nicht angenomen wurde. Als ich bei der Kundenhotline angerufen habe, wurde mir gesagt das ich im laufe der Jahre angeblich mein XP 25x installiert habe (was nicht stimmt). Ich hab die nette Frau am Telefon gefragt was kann ich nun machen? Sie sagte mir XP ist eh shcon veraltet ich soll mir eine neue Win doch kaufen. Nach langen überlegen habe ich mich schlau gemacht im Internet habe alternativen gesucht bis ich auf Linux gestosen bin. Ich habe mir 2009 Linux Ubuntu installiert fand es klasse das seid der installation ich keine abstürze hatte wie die ab und an bei WIn aufgetreten sind. Jedes mal als neue Ubuntu raus kam habe ich ein Upgrade gemacht bis zu dem Tag als ich bei Ubuntu 13.04 angekommen war, da fingen meine Probleme an mit meiner Nvidia Geforce 630 GT wenn ich Update gemacht habe bei Ubuntu hat dann Ubuntu nicht mehr richtig funktioniert und ab und an war mein Unity und Panel weg und konnte nix machen auch nicht per Terminal. Juni 2013 war es wieder mal so weid ich habe Ubuntu von der Platte geschissen. Im Internet habe ich mich so informiert was da noch so für gute Distributionen gibts (eigentlich sehr viele) schwere Entscheidung was ich mir nun installieren sollte. Als ich auf Linux Mint gestosen bin hat es mir auf anhieb sehr gefallen, ich habe dann mir Linux Mint 15 Olivia Cinnamon 64 Bit runtergeladen und es erst mal ausprobiert. Es hat mir so gut gefallen das ich es nach 2 Tage Tests es mir gleich installiert habe. Da ich schon bisschen mit Ubuntu paar Jahre Erfahrung habe ist es kein Problem Linux Mint zu nutzen. Was mir an Mint gut gefällt ist das, das da kein Unity gibt da ich mich nie so richtig mit Unity anfreunden konnte.

    PS: Linux Mint 15 läuft sehr Stabil bei mir (bis jetzt noch xd) bin sehr zufrieden.

    Vielen Dank an die Produzenten von Linux Mint weiter so.

  7. Alchemy am 22. Juli 2013 um 06:59

    Linux ist was für ehrgeizige Computerfreaks, wer es einfach und bequem haben möchte der sollte sich Windows 7 kaufen und gut ist.

    Und ja, ich habe Linux Mint, Xubuntu, PC-BSD und Debian Installiert und damit gearbeitet, gearbeitet im warsten sinne des wortes.

    Bei Linux fehlen einfach die ATI Treiber, und unzählige Treiber für Drucker, Scanner usw.
    Und ja, man bekommt sein Drucker, Digi Cam usw. umständlich zum laufen, aber das kann man nicht einen bequem Orientierten, nicht Computeraffinen Menschen antun.

    Linux ist wirklich gut und logisch aufgebaut, aber Windows wird es nicht unter weitere 10 Jahre ersetzen.

    Und ja, Linux ist nicht Windows, ich weiss.

    • gehli am 25. August 2013 um 09:15

      Ich hab jahrelang zufrieden mit Win XP gearbeitet, das letzte Jahr dann auch noch mit Lubuntu 11.10, Linux Mint 14 Cinnamon u. aktuell Xubuntu 13.04.
      Jetzt hab ich einen gebrauchten PC gekauft, auf dem Win7 installiert ist. Hierzu ein paar Anmerkungen zur Einfachheit, Bequemlichkeit u. zu den Treibern:
      – der IE9 ist an einem simplen PDF-download gescheitert
      – das Win7 hat erstmal 4 GB! updates installiert; nach einer Stunde u. einigen Neustarts waren dann über 20 GB auf C:\ belegt!
      – es war mit Win7-Bordmitteln nicht ermittelbar, welche Grafikkarte verbaut ist; ich habe das erst mit einer Linux Live-CD herausfinden können

      Fazit: Win7 Klicki-Bunti ist was für die Generation facebook oder für Spieler. Es ist fett u. voller überflüssigem Ballast (in 20GB installier ich 2-3 Linux-Desktop-Systeme). Win7 kaufen? Es ist so gut, dass ich es nicht einmal geschenkt haben möchte. Für Standardaufgaben (Internet, Office, Mail, Bildbearbeitung usw.) ist m.E. eine aktuelle Linux-Distri die bessere Wahl. Ich werde daher das Linux Mint 15 downloaden u. installieren.

      • Kraus Robert am 30. September 2013 um 16:23

        Auch wenn ich dem Linux nicht abgeneigt bin, so sind doch die Aussagen, dass man kein Windows mehr benötigt absolut aus der Luft gegriffen.
        Im technischen Bereich gibt so gut wie keine Software. Man muss sich an den Marktführer orientieren und da ist und bleibt nur Windows.
        Persönlich, oder besser gesagt im privaten, setze ich bei Windows überwiegend auf OpenSource-Software, welche i.d.R. auch auf Linux zu bekommen ist.
        So komme ich mit einem Debian Wheezy und Gnome3 bestens zurecht, ebenso wie mit Windows8 das vorallem auf meinem Tablet ein Traum ist.
        BlueScreens, Abstürze oder andere Ärgernisse habe ich seit Win2000 nicht mehr.
        Was mir an Linux Mint gefällt: Erkennt fast alle Treiber. Habe es als 2tes BS auf meinem Laptop in der Arbeit.
        Trotzdem bleibe ich privat beim “Großvater” Debian – auch hier habe ich bisher keine Probleme.

        Gruß
        Robert

      • Udo am 14. Oktober 2013 um 21:03

        ich arbeite von anfang an mit windows 7 und kann dir nicht recht geben,mein windows 7+anno1404+ad on ist 16gb gross.wer weiss was alles bei dir installiert ist.das dein update 4gb gross war kann ich nicht nachvollziehen.hardware kann man in der systen steuerung unter gerätemanager einsehen.
        habe jetzt mal linux mint auf meinen mini pc installiert und das update was danach lief war auch nicht gerade das schnellste.dauerte auch eine halbe stunde,bei ubuntu dauerte es sogar 4stunden,warum auch immer,keine ahnung.

        mfg

        udo
        ich will damit nur zum ausdruck bringen das man nicht gleich ein os schlecht reden muss.

  8. Marius W. am 27. Juli 2013 um 00:29

    Bin recht neu in der Linux Szene und habe schon sämtliche Distibutionen ausprobiert. Ubuntu finde ich eigentlich nett, sieht gut aus und ist modern.
    Habe mich aber für Mint als AlltagsOS entschieden, da mir das am besten gefällt und ich damit sehr gut zurechtkomme.
    Nebenbei nutze ich auch Windows 7, will zwar davon wegkommen, geht aber nicht in jeder Situation (leider…).
    Habe Windows 8 und 8.1 als virtuelle Maschine laufen(zum Test), komme damit überhaupt nicht zurecht.
    Sieht zwar schön aus, aber ich will es eigentlich im Alltag nicht verwenden, ist eben Geschmacksache…

  9. bert am 6. August 2013 um 21:37

    Ich benutze Linux Mint seit erst weingen Wochen. Davor habe ich ab Ende Juni 2013 einige Zeit Ubuntu benutzt. Mint 15 gefällt mir am besten. Vorallem vom Aufbau her. Deutlich einfach zu nutzen als Ubuntu und benutzer freundlicher.

    Windows werde ich mir niewieder rauf machen. Zu teuer, zu unsicher!

    Ich bin mit Linux Mint sehr, sehr zufrieden!

  10. HerrDoktorSchwarzwaldklinik am 9. August 2013 um 13:37

    Linux Mint 15 (MATE/Cinnamon – 32bit) habe ich jeweils aus dem laufenden System (XP) zu installieren versucht, was auch als Möglichkeit vor der Installation anwählbar war. Nachdem Neustart lief der Installationsprozeß an, kam aber in beiden Version vor dem Abschluss zum erliegen – in beiden Fällen während der Installation der Sprachpakete. Da sich nach längerem warten nichts mehr rührte -> Neustart -> Mint in die Tonne.

    Meine erste Erfahrung mit Linux, bin begeistert :)

    • Manfred am 11. August 2013 um 19:20

      Ich habe mehrere Rechner und hatte das selbe Problem bei dem einen. Beim anderen ging es ohne Probleme. Warum weiß ich nicht. Bei einem Rechner mit XP und 7 mit Bootmanager ging es erst recht nicht. Von Bekannten weiß ich das sie auch diesbezüglich Probleme hatten. Ich würde die Festplatte vermuten so das es nichts mit dem Rechner zu tun hat. Das müsste man wieder ausprobieren was aufwändig ist. Irgend ein Leseproblem mit der Erkennung des reservierten Platzes den Mint benötigt. Das ist wie gesagt nur eine Vermutung aber etwas anderes wie z. B. ein Hardwareproblem kann ich mir nicht vorstellen.

  11. Manfred am 11. August 2013 um 18:43

    Eine Alternative zu Windows ist das Mate Mint 15 schon wenn man kein Multimedia braucht. Was mir daran imponiert hat das man einen älteren Rechner benutzen kann als Beispil einen Medion PC für den man keine Treiber mehr bekommt. Bei Windows das Aus, hier kein Problem alles an Bord. Das einzige was ich zu bemängeln habe ist die Mint Suchmaschine im Firefox aber das Problem wird sich noch lösen lassen. Und noch die Fehlermeldung einhängen nicht möglich auch bei USB Sticks und beim zweiten mal geht es dann doch. Gewohnheitsmäßig arbeitet man meistens mit Windows, in meinem Fall XP und 7 aber wenn man sich wieder einmal einige Zeit mit Mint befasst und so lernt man es schätzen weil man vieles entdeckt. Zu früheren Linux Versionen halte ich Mint für einen echten Windows Ersatz wenn es sein muss.

  12. linuxer am 25. August 2013 um 04:46

    Das Linux was für ehrgeizige Computerfreaks sein soll, das war vielleicht mal so, dies ist aber schon lange vorbei. Und zu Druckertreibern sei gesagt, das ältere Drucker bei Ubuntu und Derivaten meistens “Out of the Box” gehen (zb. HP Deskjet-2050-J510), da muß man nicht mal einen Treiber installieren.
    Gewies, es gibt sachen die unter Linux nicht gehen, das ist aber bei einem ungefähren Anteil von 1.5% auf dem Desktop auch logisch. Windows wird sich überdies in Zukunft mit Android auseinandersetzen müßen, wen man bedenkt was man mit einem Tablet oder mit einem Chromebook alles machen kann.

  13. Erik am 9. September 2013 um 10:14

    Ich bin erst vor einer Woche mit meinem MacBook Pro 13″ komplett von Ubuntu 13.04 und Unity auf Mint 15 mit Cinnamon umgestiegen. Ich hatte bereits einige Versionen auf anderen PCs am Laufen, die jedoch alle speziellen Zwecken dienten. Auf meinem eigentlichen Allround-Arbeits-Laptop hatte ich bisher mit Ubuntu relativ wenig Probleme, jedoch gefällt mir die Strategie von Canonical, auf Mir bzw. XMir zu setzen, nicht wirklich und die geringe Variabilität von Unity hat mir das Arbeiten in letzter Zeit auch reichlich erschwert. Deshalb die Suche nach einem adäquaten Ersatz.

    Die Gnome3-Oberfläche in ihrer Reinform hat mir gar nicht zugesagt, da ich für meine Auflösung von 1280×800 zu wenig Platz für so einen breiten Fenstermanager habe und ich auch von der Optik nicht sehr angetan war. Dann habe ich mich über den Cinnamon-Desktop schlau gemacht, Mint 15 Live getestet und war mehr als begeistert. Vor allem mit dem numix-gtk-theme ist das einfach das – entschuldigt den Ausdruck – geilste Arbeiten, das ich je erlebt habe. Mein MBP ist mit zwei SSDs ausgestattet, sodass ich einerseits Leistung satt habe und andererseits nun endlich ein System, das optisch ansprechend und zugleich einfach ist. Außerdem konnte ich den gewohnten Ubuntu-Unterbau behalten, also perfekt.

    Die Installation hat im Übrigen ohne irgendwelche Probleme funktioniert, und das auf einem Apple-Computer. Allein die WLAN-Treiber mussten nachinstalliert werden, was mir aber bereits bekannt war.

  14. Jürgen Ncube am 25. September 2013 um 14:51

    Mint oder nicht, jedenfalls Linux, ausser Ubuntu mit Unity Oberfläche.

    Die Bevormundung vom Konzern in Redmond sollte sein Ende finden. Ständig wird man nahezu unter Druck gesetzt und soll noch zusätzliche Sicherheits-Updates machen, respektive entsprechende Software kaufen. Ohne MS geht nahezu nichts mehr. Das war mal anders… Nun gut, Linux Mint ab 14 ist schon ziemlich genial. Dennoch fehlt wie in vielen anderen Linux Varianten Surround-Sound. Ich meine die älteren linux Ubuntu und Mint konnten das. So bald das mit 5.1 Sound geklärt ist Windows vom Rechner. Die Bevormundung muss ein Ende finden…

  15. Helmut am 26. September 2013 um 12:20

    Hallo,
    nachdem mein Windows Xp wieder mal extrem langsam geworden ist und ich den Fehler nicht gefunden habe, habe ich Mint installiert. Der 1. Eindruck war sehr positiv. Leider habe ich noch ein paar Probleme, so dass ich wohl notgedrungen wieder auf Win 7 unmsteigen muss: 2 wichtige Programme, die nur unter Java laufen, bekomme ich nicht zum Laufen. Selbst die Hotline vom Anbieter hat nach 2 Stunden aufgegeben. Was auch noch sehr negativ auffällt: Die Farben sind so einheitlich grau, dass etliche Schaltleisten nicht und etliche nur sehr schwer zu erkennen sind. Dazu habe ich noch keine Lösung gefunden. Was auch nervig ist, dass sich immer wieder Seiten einblenden, die nicht angeklickt wurden. Zwischenfazit: auch für mich zeigt sich immer mehr, dass es wohl eine Lösung für Computerfreaks ist, bei der viele Arbeit erforderlich ist.

  16. pet am 5. Oktober 2013 um 19:40

    Nach dem testen von mint 14 auf einem alten HP Desktop wollte ich immer einen alten lappy mit linux austatten. ein alter AMILO la 1703 mit 1 gb ist es geworden. Linux mint 15 geht , aber nur in der mate version. grund ist die vöölig veraltete grafikhardware für die schon unter vista mit gepushten treibern beim hersteller gearbeitet wurde. (verdammte VIA chips) .
    die grafik geht , solange keine beschleunigung erwartet wird. die eingebaute wlan ist einfach nicht aktiv zu bekommen. ebenfalls geht beim sound nur der kopfhörerausgang , der großzügige mono lautsprecher im gehäuse sagt unter mint keinen einzigen pieps. ging aber kurzzeitig mit suse 14 .
    alles in allem….linux mint 15 mate läuft stabil auf der alten kiste.
    mit hilfe von usb ist sogar noch wlan , tv empfang dvbt sowie , man höre und staune UMTS möglich , wer hätte gedacht das der olle aldi surfstick perfekt funktioniert.
    fazit… für diesen hoffnungslos veralteten laptop der von siemens fujitsu was die treiber angeht nach vista aufgegeben wurde, war Mint mate die rettung…….

    und mir persönlich gefällt die mate oberfläche sehr gut. ich brauch keine unity oder cinamon oberfläche alles schick hier so wie es ist. !

    prima lappy um sich mehr mit linux zu beschäftigen…..

  17. Mela am 14. Oktober 2013 um 20:25

    Kürzlich habe ich mein Mint Maya Mate auf Mint Olivia upgedatet. Zuerst habe ich die Mate-Version installiert und bin dann nachträglich auf Cinnamon umgestiegen. Das war vielleicht ein Fehler, aber ich sehe es als Fehler von Mint, dass der Umstieg nicht Anwenderfreundlich zu vollziehen ist.

    Mein Eindruck von Mint Olivia: So einen inkonsistenten, undurchdachten Scheiß habe ich nicht mehr seit KDE 4 auf FreeBSD gesehen. Nach nun knapp 4 Wochen täglicher Arbeit, habe ich große Lust das System in die Tonne zu kloppen und mir irgendwas anderes zu installieren. Fragt sich nur was. Unity kommt mir nicht ins Haus und auch sonst kein System, dass mir vorschreiben will, wie seiner Ansicht nach meine Arbeitsumgebung auszusehen hat.

  18. HaWoi am 7. November 2013 um 11:36

    Ich verwende auch mate mit vorzug, geflogt von Xmonad. Gnome3 ist wirklich sehr hübsch, aber eben nicht so effizient wie mate/xmonad. Auch wenn ein paar Features (filter in nautilus) echt nett sind reicht es nicht mich zu überzeugen.

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