Fotografie

Ist Fotografie tot? Natürlich … nicht [Infografik]

18. November 2012
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Das Wetter macht wenig Lust auf lange Spaziergänge mit entsicherter Kamera. Da erscheint die Frage, die das Softwarehaus Potluck aufwirft, nicht mal so abwegig. Ist Fotografie tot? So betiteln die App-Entwickler aus der Heimat der Fried Chicken eine aktuelle Infografik. In erster Linie als Promo-Maßnahme für ihre iOS-App Overgram gedacht, ist sie dennoch einen Blick wert. Perfekt für einen regnerischen Sonntag….

Die Explosion mobiler Fotos

Natürlich ist Fotografie nicht tot, sondern lebendiger denn je zuvor. Das wissen auch die Entwickler der App Overgram, die als Aufsatz zu Instagram gedacht ist und in die dortigen Bilder Texte einfügen kann. Overgram ist eine auf Instagram reduzierte Variante der Bezahl-App Over, die nicht auf einzelne Dienste limitiert ist. Overgram ist auf den ersten Blick kostenlos, fügt dann jedoch Wasserzeichen in die Bilder ein, die man nur mit einem In-App-Kauf gegen Zahlung von 0.89 € entfernen kann. Over kostet direkt 0,89 €, könnte also die sinnvollere Variante sein. Hier lassen sich für weitere 0,89 € mehr Fonts hinzukaufen. Inwieweit die Apps das Geld wert sind, kann ich nicht beurteilen. Zurück zum Thema.

Das Ausmaß der Bedeutung mobiler Fotografie lässt sich annähernd ermessen, wenn man sich vor Augen führt, dass in den letzten 186 Jahren insgesamt rund 3,5 Billionen, also 3.500 Milliarden Fotos gemacht wurden. Die Verdopplung auf 7.000 Milliarden wird in weniger als zehn Jahren erwartet. Allein im Zeitraum von 2000 bis 2011 steig die Zahl der jährlich aufgenommenen Bilder von 86 Milliarden auf 380 Milliarden. Seit etwa Mitte der Nuller Jahre fällt die Zahl analog aufgenommener Bilder rapide, die digitale Fotografie ist unangefochtener Spitzenreiter und die Zahlen steigen weiter.

Allein auf Facebook werden täglich 300 Millionen Fotos hinzugefügt. Dagegen sieht Instagram mit seinen 2,24 Millionen täglich hochgeladenen Bildern geradezu mickrig aus. Dabei wächst der jetzt zu Facebook gehörende Dienst rasant und konnte allein im letzten Jahr von 1 Million auf 27 Millionen Nutzer wachsen. Bei der Zahl der täglich aktiven Nutzer übertrumpft Instagram inzwischen sogar den ähnlich gelagerten, dabei aber eher textbasierten Dienst Twitter um 400.000.

Getreu dem Motto “Die beste Kamera ist die, die du dabei hast” zeigt sich, dass Smartphone-Nutzer deutlich häufiger geneigt sind, mal eben ein Foto zu machen, als Verwender sonstiger digitaler Kameras. Allein das Editing wird nach wie vor mit deutlichem Abstand lieber am Computer erledigt.

Die Infografik bietet weitere interessante Daten. Hier ist sie:

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ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit fast 30 Jahren in der IT daheim. Seit 2008 schreibt er für Dr. Web, seit 2012 ist er Chefredakteur des Magazins. Man findet ihn auch auf Twitter und Facebook, aktiver ist er allerdings auf Google+.

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Ein Kommentar zu „Ist Fotografie tot? Natürlich … nicht [Infografik]
  1. [...] dass SmartphonePhotography wächst und gedeiht, macht uns eine Infografik gleichzeitig klar, dass die ‘richtige’ Photographie nicht tot ist.   Eine meiner Lieblingsstudien habe ich eben beim Aufräumen gerade gefunden – nämlich [...]

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