Flash

Hacking Flash: Schützen Sie Ihren Flash-Film

25. Januar 2005
von

von Frank Puscher

Allzu leicht muss man es den Flash-Piraten nicht machen. Je mehr Möglichkeiten moderne Tools zum Reverse-Engineering bieten und je einfacher sie zu handhaben sind, desto wichtiger ist ein adäquater Schutz.

Vertrauen Sie niemals auf die Sicherungsmechanismen, die Ihnen Flash als Werkzeug direkt anbietet. Die Option: „Film vor Import schützen“ im Dialog zum Veröffentlichen des Flash-Films, hilft nur, wenn der potenzielle Räuber nicht über eines der Hacking-Tools verfügt. Die entsprechende Option wird als sogenannt Text-Flag in den Quelltext des Flash-Films eingebunden. Sie sitzt stets an der gleichen Stelle und kann von jedem Tool deaktiviert werden. Auch die Option „Film komprimieren“ bringt keinen Schutz.

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Vertrauen Sie nicht den Bordmitteln von Flash, die schützen nicht

Videos in Flash-Filmen lassen sich dann schützen, wenn es sich um kleine Sequenzen handelt. Dann bietet es sich an, den Film aus dem Videobearbeitungsprogramm als Einzelbildsequenz zu exportieren und so auch in den Film zu laden. Der Flash-Film erkennt die Sequenz anhand des ersten geladenen Bildes und macht den Rest automatisch. Ein Räuber kann dieses Video nur rekonstruieren, wenn er ihn im Videoprogramm wieder zusammensetzt.

Bei längeren Videos bietet es sich an, entsprechende Urheberhinweise mitten in den Film einzubauen. Die lassen sich ebenfalls nur via Videobearbeitung extrahieren.

Bei Fotos gibt es nur einen echten Schutz, nämlich die Integration eines Wasserzeichens. Das mindert zwar die Bildqualität, bietet aber passablen Schutz. Um das Wasserzeichen im Film nicht anzuzeigen, ließe sich ein unbehandelter Ausschnitt des Fotos auf einer höhere Ebene legen. Der Räuber müsste dann beide Teile via Bildbearbeitungsprogramm zusammensetzen, um das Bild zu rekonstruieren. Ähnliches ist nötig, wenn der Autor das Bild in Einzelteile zerschneidet.

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„Auswählbare“ Texte lassen sich auch aus dem ungeöffneten Film extrahieren

Sound ist praktisch nicht zu schützen, ebenso wie Fließtext. Bei letzterem sollten Sie die Option „Auswählbar“ deaktivieren, wenn Sie das Textfeld anlegen. Dann muss der Räuber den Film knacken, um an den Text zu kommen.

Schriften lassen sich hingegen trefflich schützen. Achten Sie darauf, dass nur der Zeichensatz eingefügt wird, den Sie auch tatsächlich als Text verwenden. Dann enthält der extrahierte Zeichensatz Lücken und ist praktisch unbrauchbar. Die entsprechende Option finden Sie in den „Eigenschaften“ des Textfelds auf der rechten Seite unter „Zeichen“.

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Schützen Sie Ihren Font, in dem Sie nur limitierte Zeichensätze benutzen

Der gesamte Film und auch ActionScript-Programmierungen lassen sich gegen unerlaubte Benutzung schützen, in dem das Ganze sehr komplex aufgebaut und verschachtelt wird. Teilen Sie den Gesamtfilm in mehrere kleine Filme und legen Sie AS-Funktionen zum Beispiel in einem geladenen Film ab. Nur Cracks sind in der Lage diese Spuren zu verfolgen und die Programmierung zu restaurieren. Ein weiteres Hilfsmittel sind versteckte URL-Aufrufe, die Content von Ihrem Server abrufen.

Erstveröffentlichung 25.1.2005

Frank Puscher

Autor der Fachbücher "Leitfaden Web-Usability", "Flash MX-Das Kochbuch" und "Die Tricks der Internet Künstler". Frank Puscher ist nicht nur ein angesehener Autor, der für zahlreiche Fachzeitschriften tätig ist, er ist auch als Schulungsleiter und Berater erfolgreich.

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