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Habari - Schnelles und schlankes Blogsystem


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Schon seit einiger Zeit gibt es das neue Blogsystem Habari, doch aktuell hat es wieder ein wenig Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Genug um einmal einen Blick darauf zu werfen.

Habari Logo

Der Name Habari kommt aus dem Suaheli und bedeutet als Gruß soviel wie "Was gibt es Neues?". Das Projekt ist aus der WordPress-Community hervor gegangen und wird massgeblich von einigen ehemaligen WordPress-Entwicklern vorangetrieben, stellt aber keine Abspaltung der WordPress-Software dar. Das System wurde von Grund auf  neu entwickelt, wobei das Rad allerdings nicht neu erfunden wurde.

Grund für das neue Projekt war die geschlossene Entwicklung von WordPress, welche willige Entwickler nicht frei beteiligt. Demnach kann bei Habari auch jeder mit Interesse einen Beitrag leisten und geeignete Entwickler werden direkt in die Entwicklung eingebunden.

Codebasis

Das Projekt setzt durchweg auf Standards und setzt diese Konseque nt um. So wurde beispielsweise Atom zum Publishingprotokoll der Wahl und erfährt vollständige Unterstützung. Und das gesamte System ist sowohl durchweg Objektorientiert, als auch nach neuesten Erkenntnissen modularisiert. Das erklärte Ziel dahinter ist die einfache Erweiterbarkeit und Stabilität im Betrieb.

Für einen einheitlichen Zugriff auf die verschiedenen Datenbanksysteme wird PHP Date Objects (PDO) genutzt, dies trägt auch zur Sicherheit bei, denn Angriffe durch SQL-Injection werden so vermieden. Zum Einsatz kommen auch alte Bekannte wie Blueprint als CSS-Reset und JQuery. Insgesamt setzt das System sehr stark auf Ajax, bleibt aber dennoch erstaunlich schlank und schnell. Nach der Installation benötigt es gerade mal unter 4,5 MB.

Systemvoraussetzungen

Um das System zu betreiben sind einige Voraussetzungen nötig, die nicht jeder Webspace erfüllen wird: mindestens PHP 5.2, Unterstützung von PDO und einige Extensions zuzüglich einer Datenbank unter MySQL, PostgreSQL oder SQLite. (Details) Habari legt damit die Messlatte zwar höher als WordPress, lässt dafür aber bei der Wahl der Datenbank mehr Freiheiten. Auch ein weitergehender Ausbau in diesem Bereich scheint geplant.

Installation

WordPress rühmt sich der schnellen und einfachen Installation, doch hier kann Habari einen drauf legen. Bei WordPress müssen noch einige Daten von Hand in eine Konfigurationsdatei geschrieben werden bevor die Daten auf den Server geladen und die Installation durchgeführt werden kann. Bei Habari werden die entpackten Dateien einfach hochgeladen und die zukünftige Adresse des Projekts aufgerufen.

Während der Installation prüft Habari selbst die zur Verfügung stehenden Datenbanksysteme und die angegebenen Daten. Sind die Daten vollständig und korrekt, dann müssen nur noch die Nutzerdaten angegeben und der Button Install betätigt werden.

Habari legt daraufhin die benötigte .htaccess-Datei und eine config.php an. Fertig! Die Installation dauert, sofern man alle Daten sofort zur Hand hat unter 2 Minuten. Eine Schöne Demo dazu gibt es als Screencast direkt auf der Startseite des Projekts.

Funktionsumfang

Das Grundsystem von Habari beschränkt sich auf die wesentlichsten Funktionen, so bietet es die Erstellung und Verwaltung von Blogeinträgen und Seiten und Tagging an. Kategorien hingegen gibt es nicht und auch die restlichen Optionen fallen sehr minimal aus. Eine Suchmaschinenoptimierung der URLs ist Out-of-the-Box vorhanden und benötigt für normale Bedürfnisse keine Anpassung.

Habari Screenshot

Wie bei anderen Systemen gibt es Themes und Plugins - einige werden mitgeliefert. Habari setzt für die Bereitstellung von Funktionen vor allem auf die Erweiterung durch Plugins um das System so schlank wie möglich und funktionell wie nötig zu halten. Inzwischen gibt es auch schon ein recht umfangreiches Repository an Plugins.

Erscheinungsbild

Im Gegensatz zu WordPress wirkt Habari nicht nur sehr aufgeräumt. Minimalismus ist das Stichwort. Im Backend sind alle Funktionen über ein zentrales Menü unterhalb eines Dropbuttons zu finden. Das Menü teilt sich in die beiden Parts Content und Admin um schnellstmögliche Erreichbarkeit von häufig genutzten Inhalten zu ermöglichen und unterstützt Tastaturkürzel um schnell zum notwendigen Punkt zu springen. Der Fokus liegt also sichtlich auf einer sehr guten und komfortablen Usability.

Was viele vermutich vermissen werden ist ein Wysiwyg-Editor für Einträge, denn hier gibt es nur ein reines Textfeld und die Möglichkeit Html-Tagging zu verwenden. Wer mehr benötigt für den stehen aber einige Plugins zur Erweiterung der Funktionalität zur Verfügung.

Habari Screenshot

Auch hier gibt es ein paar Screencasts die ein wenig der Funktionalität von Habari zeigen und auch eine Demo steht zur Verfügung.

Fazit

Habari macht insgesamt einen sehr guten Eindruck: Schlank, Schnell und lässt durch den Minimalismus dem Nutzer eine freie Wahl in Bezug auf die Komponenten. Keine unnützen Lasten müssen geduldet werden und die Erweiterbarkeit ist fast grenzenlos.

Das System bietet zwar schon generell einige Stabilität, hakt aber an der ein oder anderen Stelle doch ein wenig. Für kleine private Projekte ohne großen Anspruch durchaus schon geeignet. Die aktuelle Version 0.5.1 ist allerdings für große Projekte noch nicht reif.

Über Florian Fiegel

GravatarSeit 2008 freier Webworker mit Schwerpunkt auf journalistischer Berichterstattung und (Online-)PR. Täglich konfrontiert mit unzähligen Tools und Technologien im Web. Website. Weitere Beiträge für Dr. Web: 41

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12 Kommentare zu “Habari - Schnelles und schlankes Blogsystem”

  1. Michael Karl schreibt am

    Der größte Vorteil liegt, in meinen Augen, an der Unterstützung verschiedener Datenbanksysteme. Bin eher ein Fan von PostGreSQL als von mySQL.

    Bin allerdings gespannt, wann eine Version rauskommt, mit der man wirklich produktiv arbeiten kann. Gibt es ggf auch ein Modul, mit dem man seinen Wordpress-Datenbestand übernehmen kann?

  2. fwolf schreibt am

    kleiner Tipp: mittels Plugins erledigt sich das "Deppen-Syndrom" aka "kein WYSIWYG-Editor" wie von selbst, z.B. mit dem TinyMCE-Plugin von Michael C. Harris.

    cu, w0lf.

  3. fwolf schreibt am

    @ Michael Karl: ich setze Habari bereits seit 3 Monaten "produktiv" ein und bin vollauf zufrieden.

    Für die WP-Daten wird bei der aktuellen "stable version" 0.5.1 ein Import-Plugin mitgeliefert.

    cu, w0lf.

  4. Florian Fiegel schreibt am

    @fwolf Ich hatte zwar schon geschrieben, dass Plugins zur Verfügung stehen, aber danke für die Ergänzung um den Link.

  5. John schreibt am

    Ich stelle grad auf Habari um und diese System macht einfach nur Spaß.

    Absolut faszinierend sind die Modifikationsmöglichkeiten der Theme-Funktionen mittels theme.php. Man kann praktisch jede Funktion umschreiben und seinen Bedürfnissen anpassen ohne in den Core-Dateien rumwerkeln zu müssen. Etwas das bei WordPress nicht möglich ist.

    Weiterhin ist der Speed beneidenswert. Einer meiner Artikel hat 300+ Kommentare, das dauert bei WordPress etliche Sekunden (2-stelliger Bereich) bis die Seite komplett geladen ist. Bei Habari 2-3 Sekunden.

    Für Standard-Edit-Funktionen empfiehlt sich das elegante HabariItUp!

    http://numberbox.net/blogs/hab

  6. Florian Fiegel schreibt am

    Gibt es den Interesse auch mehr zu Habari zu bringen? Viele Nutzer bevorzugen ja nun doch WordPress …

  7. John schreibt am

    Stimmt. Momentan deckt WP wohl 90% des BlogScript-Marktes ab, aber das meistgenutzte ist nicht zwangläufig immer das Beste. Der Internet Explorer hatte auch mal nen Markanteil von über 90%. ;-)

    Vielfalt schadet nicht, es wäre zumindest bei Gelegenheit mal nett, die Vor- und Nachteile beider Systeme zu vergleichen.

    An der Dominanz von WordPress wird sich in absehbarer Zeit wohl erst mal nichts ändern.

  8. benjaminr schreibt am

    Wie sind Eure Erfahrungen mit habari mittlerweile?

    ich halte das Projekt für sehr spannend und würde habari gerne einsetzen.

  9. Thomas schreibt am

    Ich verwende es nun seit gestern, da wordpress einfach immer aufwendiger wird, und somit als Schüler für mich (Server-Kosten) nicht bezahlbar war.

    Leider hab ich keinen Plan, wie ich meinen Hybridlayer einbauen soll...

  10. Thomas schreibt am

    habe nun die Lösung, einmal ein Plugin für Analytics, und eimal eins um einen code im Header, einzubauen. Links sind in der Liste mit dem verfügbaren Plugins...

  11. Florian Fiegel schreibt am

    Was genau meinst Du mit Hybrid-Layer?

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  1. Demnächst auch wieder mehr zu WP « FFs WP-Notizblog

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