Neben den klassischen Branchenbüchern wie den Gelben Seiten haben sich in den letzten Jahren immer mehr Internetbranchenbücher entwickelt. Auch Google betreibt seit 2009 mit Google Places ein eigenes Branchenbuch. Das Besondere an Google Places ist, dass es sich mit anderen Diensten von Google, wie Google Maps und Google AdWords, kombinieren lässt.
Eintrag in Google Places
Ein Eintrag bei Google Places ist kostenlos. Voraussetzung ist wie bei allen Google-Diensten ein Konto bei Google. Neben den obligatorischen Angaben zum Unternehmen wie Kontaktinformationen und Branchenkategorien lassen sich bei Places noch weitere Angaben machen. So können Unternehmen ihre Öffnungszeiten sowie ihre Zahlungsmöglichkeiten angeben. Außerdem ist es möglich, sein Einzugsgebiet zu definieren.
Branchenbucheinträge werden angezeigt, wenn bei Google entsprechende Suchanfragen gestellt werden. Wenn zum Beispiel nach „installateur berlin“ gesucht wird, wird eine Auswahl an Branchenbucheinträgen vor allen anderen Suchergebnissen angezeigt. Nur etwaige Anzeigen werden noch vor den Branchenbucheinträgen dargestellt.
Einträge lassen sich auch mit Fotos und Videos versehen, die dann zusammen mit den Kontaktinformationen zum Unternehmen angezeigt werden. Die Rangfolge der Einträge basiert auf ihre Relevanz, die u. a. aufgrund der eingegebenen Suchbegriffe und der geografischen Entfernung bestimmt wird.
Wer seine genaue Adresse nicht veröffentlichen möchte, hat dazu die Möglichkeit. Dann werden nur Postleitzahl und Stadt angezeigt. Eine gültige Postanschrift muss aber auf jedem Fall hinterlegt werden, auch wenn diese dann nicht veröffentlicht wird. Außerdem lassen sich zusätzliche Details zum Unternehmen angeben, die man frei angeben kann, z. B. Parkmöglichkeiten oder geführte Marken.
Bevor ein Eintrag bei Google Places freigeschaltet wird, muss dieser vorher bestätigt werden. Eine Bestätigung ist per Telefon, SMS oder Post möglich. Bei der telefonischen Bestätigung erhält man einen automatisierten Anruf, über den man eine PIN mitgeteilt bekommt, den man bei Google Places zur Bestätigung angeben muss. Alternativ kann die PIN per SMS oder auf dem Postweg zugestellt werden. Nach der Bestätigung ist der Branchenbucheintrag freigeschaltet.
Wer mehrere Einträge hinzufügen möchte (z. B. für verschiedene Standorte), kann diese in einer Textdatei zusammenfassen und hochladen. Google Places bietet auch eine Statistik an, aus der man erfährt, wie oft ein Eintrag angezeigt und wie oft er angeklickt wurde.
Branchenbucheinträge auf Google Maps
Branchenbucheinträge werden auch bei Google Maps angezeigt, wenn man dort explizit nach dem Unternehmen oder nach einer Branche sucht. Die Branchenbucheinträge werden zusammen mit Anzeigen, die hervorgehoben dargestellt werden, aufgelistet. Marker in der Kartenansicht zeigen den Standort eines Unternehmens. Zu jedem Eintrag gibt es eine Detailseite, auf der man sich über weitere Angaben (Öffnungszeiten, Zahlungsmöglichkeiten etc.) informieren kann.
Kombination mit Google AdWords
Ein Branchenbucheintrag bei Google Places lässt sich mit dem Anzeigendienst Google AdWords kombinieren. Für jede Anzeigenkampagne lassen sich sogenannte Anzeigenerweiterungen hinzuschalten. Eine diese Erweiterungen ist die Standorterweiterung. Mit der Standorterweiterung lässt sich sowohl eine manuelle Adresse als auch ein Branchenbucheintrag bei Google Places hinzufügen.
Google AdWords kann dabei auch auf Branchenbucheinträge anderer Google-Konten zugreifen. Das ist hilfreich, wenn man als Agentur Anzeigen für Unternehmen schaltet, die über ein eigenes Google-Konto bereits Google Places nutzen. Um auf einen fremden Branchenbucheintrag zugreifen zu können, müssen die Zugangsdaten des fremden Google-Kontos angegeben werden.
Sind Anzeigen mit einer Adresse verknüpft, wird diese Adresse unter dem Anzeigentext und -link dargestellt. In jenen Fällen, in denen die Anzeige nicht rechts neben den Suchergebnissen sondern unterhalb des Eingabefeldes dargestellt wird, können Adresse und Kartenausschnitt über einen Link aufgeklappt werden.
AdWords-Anzeigen werden auch auf Google Maps dargestellt – entweder hervorgehoben zwischen den Branchenbucheinträgen oder in einer Leiste unterhalb der Karte. Ein Vorteil von Google AdWords in Kombination mit Google Places ist, dass bei der Darstellung auf Google Maps jede Anzeige über einen Link verfügt, über den man sich den Standort eines Unternehmens auf der Karte anzeigen lassen kann.
Anzeigen, die mit Google Places verknüpft sind und innerhalb der Branchenbucheinträge dargestellt werden, werden zudem mit einem Kartensymbol versehen, das für eine entsprechende Branche steht. Das Symbol kann aus einer Liste ausgewählt werden. Alternativ kann auch ein eigenes Symbol hochgeladen werden.
Das Kartensymbol einer Anzeige wird auch in der Kartenansicht dargestellt. Per Klick auf das Symbol wird die Anzeige auch innerhalb der Kartenansicht angezeigt.
Fazit
Google Places ist schnell eingerichtet und kann dazu beitragen, besser und öfter bei Google gefunden zu werden. In Kombination mit AdWords werden Anzeigen mit der Unternehmensadresse versehen, die bei Google Maps auf der Karte dargestellt wird. Gerade Unternehmen, die lokal tätig sind, können von dieser Möglichkeit profitieren, da sie Google-Nutzern unmittelbar über ihren Standort informieren.
(mm),
Denis Potschien
Seit 2005 arbeitet Denis als freier Grafik- und Webdesigner.
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Prima Einführung in das Thema…
Wenn man Google Places mit Maps und AdWords kombiniert hat, kann man gleich weitermachen und das ganze noch auf “mobile” Endgeräte mit “Click-to-call” Funktion ausweiten:
http://blog.kennstdueinen.de/2010/04/erganzung-zu-google-places-mobile-werbung-uber-adwords/
Außerdem: Schon bald können lokale Anbieter damit rechnen, dass das in den US bereits aktive Werbeformat “Tags” auch in DE eingeführt wird. Lokale Google Places Werbung zum Flatrate-Preis:
http://blog.kennstdueinen.de/2010/06/google-maps-tags-werden-in-den-us-als-lokale-werbeform-eingefuhrt/
Wenn dann auch noch die neuen lokalen SERPs kommen, werden alle Überlegungen zur Kombination von AdWords mit Google Places jedoch leider wieder hinfällig, da bei den derzeit laufenden Design-Tests (in den US) bei lokalen Suchanfragen ja gerade die AdWords-Anzeigen am rechten Bildschirmrand aus dem sichtbaren Bereich “rutschen” und in der Folge eine erheblich geringere Attraktivität aufweisen:
http://blog.kennstdueinen.de/2010/07/lokale-branchenergebnisse-google-testet-neues-serp-design/
Sehr schöner Artikel!
Zusätzlich sei gesagt, umso mehr zusätzliche Details eingetragen werden desto besser! Videos Bilder usw.
Grüße