Animationen

Flash ohne Flash: Alternativen zu Macromedia

24. Juni 2005
von

Flash ist nicht unkompliziert und alles andere als preiswert. Das haben einige Unternehmen erkannt und bieten mit Konkurrenzprodukten günstige Alternativen an. So kommt man schnell von 700,- auf 70,- Euro:

Flash-Tools für den kleinen Geldbeutel. Swish Dieses Programm hat sich mit der Zeit zum weit verbreiteten Bruder von Flash entwickelt und sollte von Anfang an die Menschen ansprechen, die von der langen Einarbeitungszeit bei Flash abgeschreckt wurden.

Bei Swish wird – in nur wenigen Minuten – per Klick aus vorgefertigten Text- und Bildeffekten ein ganzer Film. Die Einfachheit überzeugt schnell, was auch am grundsätzlichen Vorgehen deutlich wird: Muss in Flash jeder Ablauf übereinander angeordnet werden, hält Swish für jedes Element eine eigene Leiste bereit. Der Übersichtlichkeit ist damit geholfen. Oft wird kritisiert, dass Swish mit seinen Effekten aus der Retorte nicht an die Funktionsvielfalt von Flash herankommt. Komplexe Filme können kaum erstellt werden. Wer aber einfache Websites, Banner oder auch nur eine Bildershow benötigt, ist mit Swish gut beraten. Selbst Preloader sind kein Problem. Die gute Verbreitung des Programms sorgt auch für zahlreiche Workshops im Internet, so dass der Sprung vom Anfänger zum Swish-Profi ein kleiner ist. Wer auf den Preis achtet: “Swish MAX” kostet 99,- Euro. Swish 2 und Swish Lite werden nicht mehr weiterentwickelt, stehen aber weiter zum Download bereit.

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Ausschnitt des Programms Swish KoolMoves Schon für nur 40,00 Euro bekommt man KoolMoves. Genau wie bei Swish sind auch hier animierte Texte, Preloader und kleinere Websites realisierbar. Wer diese mit Sound unterlegen möchte, kann WAV- oder MP3-Dateien einbinden. Das Handling ist etwas komplizierter als bei Swish und es gibt keine deutsche Version. Allerdings werden drei Assistenten angeboten, die das Erstellen von Bannern, Texteffekten und Slideshows zum Kinderspiel machen. Darüber hinaus wird es schwierig, da das Programm Grundkenntnisse zum Thema Flash voraussetzt. Eine Timeline wird nur zur Kontrolle eingesetzt. Hier werden Objekte über “Hauptbilder” gesteuert, die als Keyframes von Flash bekannt sind. Man erzeugt erst ein Hauptbild mit dem Ausgangszustand. In den folgenden Bildern wird das Objekt nach und nach verändert. Koolmoves erstellt dann alle Zwischenschritte ganz automatisch. Ein Highlight ist die Formtransformation, mit der unterschiedliche Formen ineinander übergeblendet werden können. KoolMoves ist eines der wenigen Programme, die Actionscript unterstützen. Das Handbuch hat mit seinen 32 Seiten die Bezeichnung Dokumentation nicht verdient.

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Coole Bewegungen mit KoolMoves Flash-Creator Wer wirklich nur eine kleine Flash-Animation erstellen möchte, kann auf den Flash-Creator zugreifen. Für Textanimationen oder eine Diashow reicht das 20,00 Euro-Programm aus. Es ist klar, dass man für diesen Preis nicht alle Funktionen von Flash erwarten darf. Dafür ist das Programm sehr einfach zu bedienen. Etwa wenn man Texte, Grafiken oder Vektor-Objekte einfügen möchte. Dann reicht schon ein Klick auf einen der passenden Button.

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Für den kleinen Geldbeutel Toon Boom Studio Gar nicht mehr so günstig ist Toon Boom, das mit etwa 300,00 Euro zu Buche schlägt. Damit ist es immerhin halb so teuer wie Macromedias Flash, kann aber nicht mehr als Schnäppchen bezeichnet werden. Doch nicht nur beim Preis gibt es Unterschiede zu den hier vorgestellten Tools. Wie der Name andeutet, ist Toon Boom keine Alternative zu Flash, sondern ein Spezialist in Sachen Flash-Comics. Toon Boom hat zwei Bereiche. Im “Drawing Mode” werden einzelne Bilder gezeichnet. Hilfswerkzeuge sind die gewohnten Formen, Pinsel, Zeichenstifte und Radiergummi. Der “Screenplaying Mode” sorgt für die Animation der einzelnen Bilder. Hier werden die Elemente auf der Zeitleiste angeordnet und für jedes Objekt die Skalierung, Drehung und Geschwindigkeit bestimmt. Mit den Kamera-Animationen sind räumliche Animationsanordnungen mit aufwendigen Kamerafahrten ein Kinderspiel. Eine Besonderheit ist die Lippen-Synchronisation für sprechende Toons. Die erstellten Comic-Animationen lassen sich ins Flash- und ins Quicktime-Format exportieren. Flash selber bietet in seinen Extras einen “Toon Boom Studio Importer” (TBSI) an.

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Crash, Boing, Peng: Comic-Animationen mit Toon Boom Corel Rave Gleich vorne weg: Das Programm wird nur im Bundle mit der “Corel Draw Graphics Suite” angeboten, die rund 500,00 Euro kostet. Corel Rave besitzt daher nahezu alle Funktionen von Corel Draw und bietet den Nutzern dieses Grafikprogramms eine gewohnte Umgebung. Die erstellten Animationen können als Video im AVI- oder Quicktime-Format, als Gif-Animationen oder eben als Flash-Dateien exportiert werden. Wer ausschließlich Flash-Animationen erstellen möchte, sollte eine andere Alternative wählen. Für den Grafiker, der schon mit Corel Draw arbeitet, ist es durchaus ein Ersatz für Flash, wenn einfache Intros mit Musik oder Flashbanner erstellt werden sollen. Mehr geht nicht, denn es fehlt die Möglichkeit der Programmierung und das Anspringen eines bestimmten Frames.

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Corel Draw bietet Rave 3D Flash Animator Der 3D Flash Animator ist etwas unbequem für Flash gewohnte Designer. Das Programm hat seine eigene Logik, die der Spiele-Entwicklung zu Gute kommt. So gibt es etwa einen “Explosionsgenerator”, der geradezu nach Action-Games schreit. Leider sind die Zeichenfunktionen alles andere als leicht zu bedienen. Die Scripting- und Datenbankunterstützung machen diesen Fehler aber wieder wett. Die Vollversion von “3D Flash Animator” kostet etwa 50,00 Euro.

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Action mit dem 3D Animator CoffeCup Firestarter Mit dem Firestarter bekommt man für nur 50,00 Euro ein Programm mit einer sehr reduzierten Bedienoberfläche. Hier erkennt man sofort, dass nicht alle Möglichkeiten von Flash zur Verfügung stehen. Dafür ist alles sehr aufgeräumt und man findet sich sofort zurecht, die Einarbeitungszeit fällt kurz aus. 65 Flash-Effekte für Texte und Grafiken warten auf ihren Einsatz. MP3-Sounds und Hyperlinks sind kein Problem, WAV-Dateien können zu MP3-Dateien umgewandelt werden und eine ActionScript Timeline sorgt für größere Kontrolle. Das Gif-Animationen in Flash-Animationen umgewandelt werden können, macht den Firestarter einzigartig. Die Ergebnisse können dann gleich mit der integrierten FTP-Funktion hochgeladen werden.

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Übersichtliche Oberfläche: Der Firestarter Allemal wird als Nebeneffekt der Umstieg auf Flash erleichtert, wenn “Flashs kleiner Bruder” eingesetzt wird. Wer fit mit Apache und Tomcat ist, sollte einen Blick auf den Swift-Generator oder den JGenerator werfen. Beide Programme sind kostenlos und laufen auf dem Server. Mit dem Swift-Generator lassen sich Flash-Dateien in Echtzeit automatisch erzeugen. So können etwa Texte samt Effekte direkt verändert werden. Der JGenerator schafft ähnliches und ist dazu noch OpenSource. Flax und Mix-FX Etwa 40,- Euro kostet Flax, ein Programm für “bewegten Text”. Und dafür stehen 122 vordefinierte Echtzeit-Effekte in 51 Kategorien zur Verfügung, die unkompliziert über Slider und Button eingestellt werden können. Vorkenntnisse sind also kaum nötig. Solche Texteffekte hat auch Mix-FX im Angebot, kann dazu aber noch einfache Buttons und Menüs generieren, sowie Effekte im Hintergrund ablaufen lassen. Auch hier ist die Bedienung der Software einfach und alles kann direkt verwendet werden. Mix-FX kostet 27,- Euro.

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Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen Tutorials in den letzten 7 Jahren Leser von Fachpublikationen wie Galileo Press, dem Franzis Verlag oder DigitalPhoto sowie Online-Magazinen wie etwa Dr.Web, photokina oder das Smashing Magazine von den Grundlagen zum Thema Photoshop bis hin zu professionellen Arbeitsweisen begleitet haben. Sein Twitter-Account und seine

14 Kommentare zu „Flash ohne Flash: Alternativen zu Macromedia

  1. Nico am 3. Dezember 2006 um 12:04

    ja ich finde es super aber vielleicht ein bisschen teuer …
    wäre geil wenn es so’n programm geben würde das nicht so teuer ist … ok von 500 auf 50 runter ist schon ma was aber mit glaub ich doch ein bisschen zu teuer …

  2. tm^wil am 22. Dezember 2006 um 08:45

    LOL! Wem 50€ immer noch zu teuer sind, der sollte es lieber gleich bleiben lassen. Hbat ihr eigentlich eine Ahnung wieviel Programmierarbeit in solchen Programmen steckt? Und die soll man dann für lau oder 10€ rauskicken? Na sicher…

  3. alfonso am 27. Januar 2007 um 23:16

    Hallo,

    Flash hin und Flash her. Es ist gar nicht so einfach, mit solchen Programmen umzugehen. Man muß schon erhebliche Fachkenntnisse besitzen, um ein brauchbares Objekt zu erstellen.
    Für Anfänger ist keines der angebotene programme geeignet und für solche, die es einmal gerne ausprobieren wollen, diese werden ganz schnell feststellen, daß noch kein Meister vom Himmel gefallen ist. trotz alledem, einen Versuch ist es wert.

    MfG

    alfonso

  4. TP Hilfe Forum - Anf am 14. Februar 2007 um 09:50

    [...] …ich habe trotz Googlen und Forums-Suche hierauf keine Antwort gefunden… Ich glaub das irgendwie nicht wirklich Aber was genau meinst du denn mit "Screensaver" (zu deutsch: Bildschirmschoner), den du in Flash erstellen willst? Screensaver-Dateien (also .scr) werden im Allgemeinen von Windows verwendet, um bewegte Bilder auf dem gesamten Bildschirm zu erzeugen, damit sich auf ihm keine ungewollten Dinge "einbrennen". Benutzt man den PC wieder, schaltet sich der Screensaver wieder ab. Jedenfalls kann man mit Flash keine Screensaver erstellen… zumindest nicht ohne ein entsprechendes Plugin. Flash-Dateien haben die Endungen .swf, sind aber etwas vollkommen anderes. Vielleicht meinst du einen Flash-Banner? Ein kleines animiertes Feld, das man in die Webseite einbinden kann? Oder ein Flash-Intro? Ein animiertes Feld, das dem Benutzer etwas h

  5. Chris am 17. Februar 2007 um 20:16

    Eine sehr gute Erwähnung gerade eben – mir ist auch nicht bekannt, daß man mit Flash Screensaver erstellen könnte. Gerne bin ich offen für Kommentare, die es jedoch geschafft haben – welche Programme kann man mit (sehr guten) Flash-Kenntnissen für Screensaver-Erstellung benützen ?

  6. [...] Funktioniert bei dir GOOGLE nicht? Suche nach "alternativen zu flash" – 1. Treffer: Flash ohne Flash: Alternativen zu Macromedia | Dr. Web Weblog greetz, [...]

  7. Alexander am 15. September 2007 um 18:45

    In-A-Flash4 fehlt hier.
    Nur so als anregung.

    Gruss Alex

  8. Wolf-Dieter am 27. November 2007 um 14:45

    An Flash schätze ich die Möglichkeit, eine Vektorgrafik ins Web zu stellen. Ohne jede Animation. Das Flash-Plugin erlaubt trotzdem, hineinzuzoomen.

    Wem das genügt (mir, z. B.), der ist mit dem Zeichenmodul von OpenOffice bestens bedient. Das exportiert auf Wunsch nach *.swf.

  9. Klaus (²K webstyle&php) am 30. November 2007 um 22:47

    Eine kostenlose Variante gibt’s hier: http://www.powerbullet.com

    Das Programm kann ein paar vorgefertigte Bewegungsabläufe auf Objekte anwenden und exportiert nach Flash. An sich ist es für Präsentationen gemacht, eine kleine Webanimation kriegt man damit aber auch ganz gut hin.

    Das Programm ist wirklich einfach gestrickt. Die Oberfläche ist etwas holprig; wenn man genau hinschaut, findet man sich aber fix zurecht (ich hab nur ‘ne Stunde gebraucht). Das Programm gibt’s nur auf Englisch, die Hilfe natürlich auch. Die ist nicht so umfangreich, dafür zum Einsteigen tatsächlich eine Hilfe.

    Der Funktionsumfang ist wirklich gering. Es gibt keine Timeline, die Bühne ist noch behaftet von Bugs, das Programm wird schnell instabil. Es reicht gerade, um Kleinigkeiten zu erstellen. Zum Ausprobieren, ob man sich weiter mit Flash auseinandersetzen möchte, ist es ok. Eine ernsthafte Alternative zu Flash ist es allerdings nicht.

    Gruß
    Klaus

  10. yetti am 23. Juli 2008 um 21:06

    Hey Klaus,

    danke für den Tip, powerbullet.com
    ist genau das was ich gesucht habe.
    Gut die Dokumentation ist nicht perfekt, aber für mich ausreichend.

    schönen Gruß

    yeTTi

  11. Banner - PSD-Tutorials.de - Forum am 12. August 2008 um 11:20

    [...] Flash ist von Adobe (

  12. Paul am 26. August 2008 um 07:39

    Ich habe in der letzten Zeit recht gute Erfahrungen mit einem hier nicht erwähnen Programm gemacht, mit dem Selteco Flash Designer. Die Version 1.57 net.magazin edition ist kostenlos. Man muss allerdings etwas herumsuchen, denn beim Hersteller kann man diese Version nicht mehr herunterladen.

  13. Awardfan am 11. Februar 2010 um 08:12

    Wer sich noch zutraut, auf Kommandozeilen-Ebene zu arbeiten, der sollte sich mal die SWF-Tools anschauen, dort vor allem das Tools swfc.

  14. [...] möchte ich gerne auf einen schon in die Jahre gekommenen Artikel von drweb.de aufmerksam machen, in dem verschiedene Alternativen zum teuren Adobe Flash vorgestellt werden. Es [...]

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