Links sind essentiell. Sie wecken die Aufmerksamkeit des Nutzeres, leiten ihn und führen ihn zu den gewünschten Informationen. So die Theorie. Doch wie viele Links erfüllen diesen Anspruch wirklich? Viele Webmaster übersehen einfach, dass neue Nutzer eine Seite zuerst nach interessanten Links abscannen. Wecken die Verweise beim lockeren Überfliegen nicht die Aufmerksamkeit des Nutzers, ist er so schnell wieder verschwunden, wie er gekommen ist.
Wenn ein Besucher eine Internetseite zum ersten Mal sieht, dann:
- achtet er weniger auf Bilder als auf Text,
- versucht er zu erkennen, ob die Seite relevant für ihn ist,
- verwirren ihn nicht eindeutige Aussagen,
- sucht er nach Ähnlichkeiten zu bisherigen Websites,
- geht er in der Regel zweckorientiert vor. Er sucht gezielt Worte und vor allem Links, die ihn zu den Informationen führen, die er gerade sucht.
Links lösen einen Impuls aus. Sie lassen den Nutzer innerlich „ja“ sagen: Das sind die Informationen, die ich gesucht habe. Ziel all Ihrer Links muss es sein, dieses Zufriedenheitsgefühl zu vermitteln. Kommt Ihr Nutzer erst ins Überlegen, hat er Ihre Seite schneller wieder verlassen, als Sie denken. Untersuchungen von Jakob Nielsen haben ergeben, dass es weniger als 3 Sekunden dauert bis ein Nutzer auf den „Zurück“-Button klickt, wenn eine Seite für ihn nicht als relevant erscheint.
Obwohl sich eigentlich fast jeder selbst ärgert, wenn man nicht schnell die erwarteten Informationen findet, beschränken sich viele Webdesigner auf Links, die nur ein oder zwei Worte umfassen. Oftmals wird stets das gleiche Wort verlinkt wie beispielweise „Weiter…“. Das dies nicht zur besseren Orientierung beiträgt, liegt auf der Hand.
An einem Beispiel können Sie selbst testen, wie unterschiedlich Links wirken können. Welcher der vier vorgestellten Verweise sagt Ihnen auf den ersten Blick, was Sie auf der Landing Page erwartet?
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Link Nr. 1 sagt beim Überfliegen nichts anderes aus, als dass man etwas kostenlos herunterladen kann. Ziel der Orientierungsfunktion verfehlt.
Der zweite Link ist da schon spezifischer. Er verweist bereits auf den Inhalt, nennt aber nur das Wort „Suchmaschinentaktiken“ und nicht, dass sich hinter dem Verweis ein umfangreicher Ratgeber versteckt.
Link drei und vier erfüllen schon eher den Zweck der Orientierung, wobei Link 4 sogar die Spezialisierung auf die Suchmaschine Google enthält. Dennoch fehlt auch noch dem letzten Link die Info, dass man zu einer Downloadseite weitergeleitet wird. Nun könnte man natürlich auch noch die nachfolgenden Worte mitverlinken.
Doch was macht man bei komplexeren Aussagen: Noch mehr Wort einbeziehen – bis hin zu ganzen Absätzen? Natürlich nicht. Man muss schon etwas geschickter vorgehen.
Gestaltung von effektiven Links
Genau wie eine fesselnde Überschrift hat auch ein Link die Aufgabe, kompakt den Nutzen und den Inhalt der dahinterliegenden Seite ansprechend zusammenzufassen. Doch wie sieht ein effektiver Link denn nun wirklich aus?
Laut einer Untersuchung der amerikanischen Unternehmensberatung Future Now ist ein effektiver Link 4-10 Worte lang. Wie die Autoren der Untersuchung aber zugeben, hat die Linklänge weniger mit wissenschaftlichen Tatsachen zu tun. Die richtige Anzahl an Wörtern ist vielmehr abhängig von dem jeweiligen Einsatzgebiet. Als generelle Richtlinie eignen sich 4-10 Worte aber auf jeden Fall.
Ein weiter Bestandteil erfolgreicher Links, ist eine effektive Handlungsaufforderung. Sie appelliert an die emotionale Ebene des menschlichen Bewusstseins und versucht einen Impuls auszulösen. Bezogen auf unser obiges Beispiel war die Handlungsaufforderung „Jetzt kostenlos downloaden“. Richtig integriert war sie jedoch in keinem der Beispiele.
Ein effektiver Link mit Handlungsaufforderung könnte beispielsweise wie folgt aussehen:
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Handlungsaufforderungen können natürlich auch weniger direkt sein. Der folgende Link dürfte ebenfalls effektiv sein.
Geheime Suchmaschinentaktiken für Google.
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Mit ein wenig Übung gestalten Sie bald selbst effektive Links wie am Fließband. Bedenken Sie aber immer die dahinter liegenden Seiten. Die Landing Page zum vorherigen Link sollte in diesem Fall entweder gleich den Download starten oder den Nutzer auf eine Seite führen, die schon durch die Überschrift klarstellt, dass der Nutzer da ist, wo er hin wollte.
Links, die – gewollt oder ungewollt – in die Irre führen, sind genauso schädlich für Ihr Geschäft als Links die nur ungenügend aussagen, was den Nutzer erwartet. Richtig angewandt, erhöhen effektive Links jedoch nicht nur die Orientierung auf Ihrer Website, sondern auch die Möglichkeiten Ihre Nutzer gezielt zu lenken und auf besondere Angebote Ihres Unternehmens hinzuweisen.
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