Insgesamt acht Millionen Dollar Venture-Capital wurden in das Projekt Feedburner gesteckt, das inzwischen zu Google gehört. Feedburner ist ein Blog-Dienstleister, der RSS Feeds erzeugt und verwaltet. Doch der Service kann mehr, wie die immense Investition vermuten lässt. Mit ihm kann man Zählen und Geld verdienen.
Da Blogger sehr experimentierfreudig sind, wird der Feedburner-Dienst auch gerne angenommen. Sind damit doch weitgehende Eingriffe möglich. Vor allem Podcaster verwenden den Feed, weil die dafür nötigen “Enclosures” auf MP3-Dateien automatisch eingefügt werden. Doch dazu im folgenden mehr Informationen.
Ein Anfang
Man startet natürlich auf der Feedburner-Website mit einer Anmeldung. Erst den Link zum Feed eingetippt, dann alle erdenklichen TuneUps ausgewählt und schon kann der neue Feed festgenagelt werden. Vorsicht ist nur bei der Auswahl der “Veränderungen” geboten. So manche Wahl hebt eine vorher gemachte Entscheidung auf. Also gründlich durchlesen und nicht einfach alles abhaken. Extravagantes geht hier auf Kosten der Kompatibilität.

Die Feedbuner Website
Tune my Feed
Mit den Weblog-Statistiken hat der Feedburner seinen Anfang genommen. Geboten werden Informationen zu den Besuchern der letzten 24 Stunden und den letzten 7 Tagen. Wer viel Wert auf Kompatibilität legt, aktiviert “SmartFeed”, um den Feed Reader-verträglich zu machen. Der “Browser-friendly Burner” formatiert den Feed nach einem der drei Templates Clear Feed, PodcastFriendly oder Classic. “SmartCast” schaltet “SmartFeed” und alle anderen Browser-freundlichen Erweiterungen aus, sorgt aber für einfaches Podcasting mit Links zu MP3s, Videos, Bildern, Torrents und anderen digitalen Medien.
Wer mit seinem Blog Geld verdienen möchte, wird sich über folgende Features freuen. Googles AdSense kann genauso präsentiert werden, wie Links zu Amazon-Produkten. Auch kann einer der Link-Dienstleister del.icio.us, Furl oder Bloglines Clip Blog eingefügt werden. Genauso ein Foto-Service wie Flickr oder Buzznet. Dazu können Titel- und Description-Tag abgeändert, Lizenzbestimmungen und ein Passwortschutz zugeschaltet werden.
Ist das Gewünschte ausgewählt, legt man einen Usernamen und ein Passwort fest und schon kann der Feed aktiviert werden. Im Anschluss erzeugt man automatisch einen Button, bekommt ein Stück HTML-Code geboten und fügt diesen in sein Template ein. Der Leser soll das “Feedgeburnte” ja auch finden können. Wer möchte, kann noch die aktuellen Feed-Leser anzeigen lassen oder einen “Headline Animator” einfügen.

Wer die Wahl hat…
Podcast und Feedburner
Der Begriff “Podcasting” ist eine Mischung aus “Broadcasting” und dem beliebten MP3-Player iPod. Podcaster bieten typischerweise MP3-Dateien zum Download an. Und da hilft das Weblog aus, über den ein RSS 2.0 Feed mit sogenannten “Enclosure-Tags” immer dann auf den neuesten Stand gebracht wird, wenn eine neue Datei zur Verfügung steht.
Nun greift der Feedburner jedes beliebige RSS-Feed auf und kann ihn in ein anderes Format umwandeln und unter einer speziellen Adresse wieder ausgeben. So wird aus einem RSS-, ATOM-, oder RDF-Feed ein gültiger Podcast-Feed mit Enclosures. Mit einem speziellen “Podcasting-Client” können diese Feeds abonniert werden, welcher automatisch die in den Enclosures verlinkten Dateien herunterlädt und sie auf einem MP3-Player wie den iPod ablegt, auf dem auch gleich ein Eintrag in der Playlist erstellt wird. Podcast.de bietet dazu weitere Informationen an.
Beim Feedburner wird jetzt einfach bei Bedarf mit dem Post ein direkter Link zum Podcast-Content gesetzt. Dieser wird automatisch in ein RSS 2.0 Enclosure-Element umgewandelt, wenn es ein ihm bekanntes Audio, Video oder Streaming Media Format ist.

Podcasting erklärt
Feedburner Pro
Wie andere Dienste auch möchte der Feedburner das investierte Geld wieder hereinholen. Deshalb gibt es Feedburner Pro, der für etwa 5,- Euro im Monat neben den Besuchern auch die beliebtesten Beiträge anzeigt. Ein weiteres Plus sind Daten zu Veröffentlichungen der News auf anderen Websites oder ob das Blog eher über Newsreader gelesen wird. Verschiedene Sortierungsmöglichkeiten und bis zu drei Feeds können eingestellt werden. Für etwa 9,- Euro bekommt man bis zu 10, für etwa 15,- Euro pro Monat “unendlich” viele Feeds gestattet.

Die Profi-Version mit mehr Statistiken
Feedburner ist nicht der letzte Service, der auf dem Erfolg der Blogs aufbaut. So “neu” der Dienst ist, Probleme gibt es auch. Aktuell informiert das Weblog Burning-Questions.
Erstveröffentlichung 08.07.2005
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Hi,
schöner Artikel, müsste nur mal wieder überarbeitet werden. Feedburner ist schon länger komplett kostenlos
Gruß
Jonas
Ich frage mich allerdings noch immer, warum ich als einfacher Blogbetreiber einen Feedburner brauche. Ich muss Google da nicht wirklich zwischen mir und meinen Lesern haben.
Frage mich auch was Google dazwischen hängen muß?
Naja muß ja jeder selber wissen…
Gruß
Wegen der Nutzungsstatistik für den Feedanbieter.
Grundsätzlich finde ich das schon gut, dass man die hier Feeds auswerten kann und auch Links zu Amazonn und die Einbindung von google analytics möglich ist. das ist schon ein Plus.Finde den Feedburner gut.
Ich wüsste noch gerne wo überall die Feeds eingeblendet werden, sobald der Feed bei Feedburner eingebunden ist. Etwa auch in den Suchergebnissen bei Google?
Ich wollte für meinen Blog auch Feedburner nutzen. Wenn ich allerdings im Google nach Feedburner suche und auf den Weblink zu Feedburner klicke, bekomme ich nur eine Not found – ERROR 404 Meldung. Ist das temporäre – oder ist der Service eingestellt? Wenn das nur temporär ist: Gibt es sowas öfter? Vielen Dank für eine kurze Info wenn Ihr etwas dazu wisst… ich versuche auch nochmal morgen die Seite aufzurufen – viele Grüsse
Ich nutze den Feedburner auch für meine Seite und finde den Mehrwert gegenüber eines normal Rss Feed echt genial. Ich kann Feedburner nur weiter empfehlen.
MfG
Danke für die Info, also scheint der Feedburner die RSS Feeds ordentlich aufzupeppen. Muss ich mir näher anschauen.
grüße