Infografiken

Fakten, Fakten, Fakten: Die Anatomie einer erfolgreichen Bewerbung (Infografik)

17. Februar 2013
von

Ob man sich ganz klassisch um eine Festanstellung bewirbt oder potenzielle Kunden davon überzeugen möchte, man sei schlicht der Beste für den Job: eine eindrucksvolle Bewerbung kann den Unterschied machen. Die Infografiker aus dem Hause NowSourcing trugen im Auftrag des Beratungsdienstleisters TopCounselingSchool.org einige Basisdaten und daraus resultierende Erkenntnisse zusammen. Heraus kam eine solide Infografik, die zeigt, worauf man bei der eigene Bewerbung inhaltlich achten sollte. Ganz unabhängig von Design und Aufmachung…

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Keine Neuigkeit, dennoch wichtig: Die Zahl der Bewerbungen liegt über der Zahl offener Jobs!

Steigen wir ohne Umschweife direkt in die Fakten. Ein Viertel aller Personalverantwortlichen gibt zu Protokoll, pro offener Stelle mindestens 50 Bewerbungen zu erhalten. Zehn Prozent der Personalchefs werden mit 100 Bewerbungen pro Stelle konfrontiert. Mir persönlich sind Stellenbesetzungen bekannt, bei denen es sogar noch ein Vielfaches des letztgenannten Wertes hagelte. Dann wiederum habe ich erst kürzlich in einem Stellenbesetzungsverfahren händeringend nach Bewerbern suchen müssen. Es ging um die Besetzung einer Akademikerstelle mit psychologischem Hintergrund. Grundsätzlich kann man nach meiner Erfahrung wohl sagen: je geringer die objektiven Qualifikationsanforderungen, desto höher die Zahl der Bewerbungen.

Auf der anderen Seite sagt das Erreichen eines bestimmten Qualifikationslevels nichts über die tatsächlichen Fähigkeiten der betreffenden Person aus. Gerade im Bereich Webentwicklung kenne ich verschiedene Personen, deren Fähigkeiten absolut State of the Art sind, deren formale Qualifikation jedoch nicht existiert. Hier ist es besonders wichtig, auf ein solides Portfolio erbrachter Leistungen verweisen zu können. Das allerdings ist zu Beginn der Karriere alles andere als einfach…

Wie Personalchefs die Spreu vom Weizen trennen

Zurück zur Infografik: Wenn eine Vielzahl von Bewerbungen auf eine einzelne Stelle kommt, dann muss man sich als Personalverantwortlicher Techniken zulegen, die einem helfen, möglichst schnell und zuverlässig die Spreu vom Weizen zu trennen. Die einfachste Methode ist, die Bewerbungen zu scannen, wie man das mit Googles Suchergebnislisten ebenfalls tun würde. Auf der Suche nach relevanten Keywords reduziert sich der Leseaufwand enorm.

Besonders wichtig ist Personalchefs laut NowSourcing die Problemlösungskompetenz des Bewerbers. Fast 60% scannen nach diesem Schlüsselbegriff, Führungsqualitäten, sowie die Fähigkeit, mündlich wie schriftlich fehlerfrei zu kommunizieren, folgt auf den weiteren Plätzen. Weniger wichtig als noch vor zehn Jahren, aber mit einem runden Drittel aller Nennungen immer noch bedeutend, ist die Kompetenz, Teams zu schaffen und zu erhalten, sowie kooperativ zu arbeiten.

Ganz grundsätzlich, unabhängig von verwendeten Schlüsselbegriffen, ist es Personalchefs wichtig, erkennen zu können, dass der Bewerber über einschlägige Erfahrungen verfügt, die sich im besten Falle mit erfolgreich abgeschlossenen Projekten belegen lassen. Gar nicht gut kommen Bewerbungen an, die erkennbar gar nicht auf die ausgeschriebene Stelle zugeschnitten sind.

Generell sollten Bewerbungen, vor allem deren Begleitschreiben, so kurz wie möglich sein. Eine hohe Keyworddichte erhöht die Wahrscheinlichkeit, wahrgenommen zu werden. Listenartige Darstellungen, ohne überflüssiges Wortbeiwerk sind chancenreicher als lange Fließtexte mit geringer Faktendichte.

Zu guter Letzt gilt es noch, die häufigsten Fehler zu vermeiden. Ganz vorne mit dabei in der Liste der No-Gos ist fehlerhafte Rechtschreibung. Aber auch überflüssige Fakten zählen zu den Elementen, die die Chancen einer Bewerbung eher schmälern, denn sie zu erhöhen. Gewonnene Furzwettbewerbe oder Auszeiten aufgrund akuter Lustlosigkeit sollten im Lebenslauf keine Erwähnung finden. Dass die Bewerbung nicht von einer pseudo-lustigen E-Mail-Addresse, wie etwa hengst69@dauerspitz.de versandt werden sollte, versteht sich dann wieder von selber, oder?

Ein Klick auf die folgende Infografik führt zum entsprechenden Blog-Post bei NowSourcing:

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(Quelle: NowSourcing / TopCounselingSchools.org)

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit fast 30 Jahren in der IT daheim. Seit 2008 schreibt er für Dr. Web, seit 2012 ist er Chefredakteur des Magazins. Man findet ihn auch auf Twitter und Facebook, aktiver ist er allerdings auf Google+.

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