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Domain Parking – Geld verdienen mit ungenutzten Domains

1. September 2005
von

Domains sind günstig und schnell registriert. Deshalb hat fast jeder einen Stapel ungenutzter Domains im Fundus, mit denen sich auch Geld verdienen liesse. Sedo bietet das passende Partnerprogramm.

Anmeldung
Statt einer leeren Seite oder schlimmer, einer Seite mit Baustellen-Grafik, könnte unter der Domain zielgruppenspezifische Werbung auftauchen. Dazu gehört die übliche Anmeldung beim Dienstleister, hier Sedo, der die Festlegung eines Usernamens und Passworts verlangt, sowie eine gültige E-Mail Adresse.

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Der Start bei Sedo

Einrichten
Das Domain-Parking ist kostenlos und es besteht kein Vertrag. Nur beim Provider wird die Domain-Weiterleitung direkt auf die Sedo-Verkaufsseite geschaltet. Für die Einrichtung dieser Weiterleitung bei den wichtigsten deutschen Providern, wie 1&1 und Strato, bietet Sedo ausführliche Anleitungen. Selbst für den Fall, dass der Provider keine Weiterleitung anbietet, gibt es eine Lösung. Sedo stellt dazu einen Code zur Verfügung, der in die “index.html” eingefügt wird.

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Übersichtlich und logisch präsentiert sich das Parking-Interface

Geld, Geld, Geld
Einmal kann natürlich die Domain bei Sedo direkt zum Verkauf angeboten werden. Doch solange sich kein Käufer findet, sollte das Partnerprogramm die laufenden Kosten wieder ausgleichen. Der Besucher hat themenbezogenen Inhalt unter der Adresse gesucht. Statt einer leeren Seite bekommt er nun der Domain entsprechenden Werbung angezeigt. Klickt der Besucher auf einen dieser Werbelinks, erhält man eine Provision. Die Mindestprovision liegt bei 0,02 Euro pro Klick und kann im Höchstfall bis zu 0,75 Euro pro Klick betragen. Ein Klick auf den ersten Werbelink auf der Parkingseite wird dabei höher vergütet, als ein Klick auf den untersten Link. Eine IP- und Cookie-Sperre verhindert die Manipulation.

Alle Werbeeinblendungen werden über Keywords gesteuert. Diese werden vom System selbsttätig ausgesucht. Paßt kein Keyword, findet sich auch kein Werbepartner und somit bleibt die Seite im schlimmsten Fall leer. Die Keywords können leider nicht geändert werden. Das Guthaben wird monatlich ab einem Gesamtguthaben von 20,00 Euro gutgeschrieben. Hat man in einem Monat weniger als 20,00 Euro verdient, verfällt dieses Guthaben nicht, sondern wird auf den nächsten Monat übertragen.

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Das Modell in der Praxis

Gefährlicher Parkplatz
Neben der Werbung für den zum Verkauf stehenden Domainnamen und den möglichen Werbeeinnahmen hat das Domain-Parking einen weiteren Vorteil: Mit der Verwendung der Domain erzeugt man “Traffic”, den man als kleinen Beleg für das Interesse der Besucher an der Domain zeigen kann. Doch es gibt auch ein rechtliches Risiko. So hat das OLG Hamburg (Urteil vom 14.07.2004, Az. 5 U 160/03) gegen Sedo als Anbieter des Partnerprogramms geurteilt. Das Recht eines Wettbewerbers wurde demnach mit der Werbung für in Deutschland nicht lizensierte Glücksspiel-Websites verletzt. Der Anbieter haftete als Störer und musste diesen Werbepartner aus dem Programm schmeißen.

Die Frage ist, ob nun auch der Domain-Inhaber belangt werden kann. Prinzipiell haftet für von einer Domain ausgehende Verletzungen des Rechts sogar in erster Linie der Domain-Inhaber. In einem Fall vor dem Landesgericht Stuttgart argumentierte der Beklagte, der wegen einer geparkten Domain belangt wurde, er nutze die Domain weder privat noch geschäftlich. Das Gericht sah das anders: Domain-Parking wäre bereits die geschäftliche Nutzung. Der Inhaber vermietet die Domain zwar an den Anbieter, doch er haftet weiter wettbewerbs- und markenrechtlich als sogenannter Mitstörer für die Werbung, die der Anbieter des Partnerprogramms auf der geparkten Domain darstellt. Die Vorstellung, mit dem Parken aus der Verantwortung zu sein, ist falsch. Der Domain-Inhaber steht weiter in der Haftung. Und die entsteht nicht nur mit einer vielleicht rechtswidrigen Werbung (s.o.), sondern aus der verschlungenen Kombination vom Namen der Domain, der gezeigten Werbung, Marken und Produkte. Diese kann auch der Domain-Parking-Dienstleister nicht mehr überblicken. Man selbst sollte also erst denken und dann parken.

Erstveröffentlichung 01.09.2005

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Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen Tutorials in den letzten 7 Jahren Leser von Fachpublikationen wie Galileo Press, dem Franzis Verlag oder DigitalPhoto sowie Online-Magazinen wie etwa Dr.Web, photokina oder das Smashing Magazine von den Grundlagen zum Thema Photoshop bis hin zu professionellen Arbeitsweisen begleitet haben. Sein Twitter-Account und seine

4 Kommentare zu „Domain Parking – Geld verdienen mit ungenutzten Domains

  1. Semseo am 10. Dezember 2008 um 15:54

    Hallo,
    schöner Beitrag, nur hat es bei mir in der Realität noch nie funktioniert, dass die lächerlichen 12 Euro Jahreskosten über Parkingeinnahmen abgedeckt wurden.
    Dies hat ja mehrere logische Gründe.
    Wer sollte denn bitte auf eine neue Domain kommen die noch niemandem bekannt ist? niemand….
    Auch über die Suchmaschinen werden keine Besucher kommen, da z.b. Google diese Parkingseiten erkennt (gerade bei den großen wie Sedo) und garnicht erst in den Suchergebnissen präsentiert.
    Die 5 Leute die auf die Idee kommen sich den selben Namen zu registrieren und feststellen der Name ist vergeben kommen dann zum gucken vorbei, aber das reicht eben nie um bei Centbeträgen pro Klick auf nen vernünftigen Betrag zu kommen.
    Parking funktioniert eigentlich nur wenn Die Seite schoneinmal Inhalte hatte und man diese dann kurzfristig durch Parking-Werbung ersetzt. In diesem Fall kommen nämlich die schon bekannten User und die über die Suchmaschinen.

    Mein Tipp für Leute die sich Domains registrieren und nicht sofort Inhalte darauf packen ist: Legt einfach eine Htmlseite mit Text an, welcher eure wichtigsten Keywords enthält, setzt ein paar Links von extern auf eure Domain und lasst sie schonmal von Google Indexieren. So habt Ihr einen kleinen Vorteil wenn Ihr eure eigentlichen Inhalte auf die Seite stellt, da diese dann besser und schneller indexiert werden.

    Gruß

  2. Tuba Libre am 4. April 2009 um 13:52

    @semseo:

    Ich vertrete die Meinung, dass Domain-Parking ungefähr so charmant ist, wie das Zupflastern eines Straßenzuges mit blinkender Leuchtreklame: Wer am grellsten Blinkt, der glaubt das Interesse der Leute zu gewinnen. Dabei wird manchmal vergessen, dass es nicht das Blinken ist, was Leute anzieht, sondern das gebotene Entertainment.

    Ich habe bisher noch keine Domain-Parking-Seite gesehen, die nicht auf den ersten Blick als solche zu erkennen gewesen wäre und damit auch sofort bei mir durchgefallen ist. Ich behaupte, dass an mir seit Jahren kein einziger Domain-Parker Geld verdient hat.

    Die Meldungen zum Thema halte ich überwiegend entweder für simple Bogus-Meldungen oder aber für Marketing-Surrogate der betreffenden Firmen, die mit Domain-Parking tatsächlich verdienen: Wenn Umsätze generiert werden, dann sind die Betreiber der Domains immer am untersten Ende der Nahrungskette!

    Gerade der Artikel hier scheint in bemerkenswerten Teilen identisch mit den Texten auf den Seiten des Unternehmens SEDO zu machen – was auch die erstaunliche Einseitigkeit bei der Wahl der vorgestellten Unternehmen zeigt – denn es gibt tatsächlich weit mehr als einen Anbieter. Daher ist das hier meiner Meinung nach weder besonders objektiv noch – in der Konsequenz daraus – besonders nützlich.

    Stattdessen halte ich es für sinnvoller, eine eigene, einfache Seite zu gestalten und diese – wenn es denn sein muss – zielgerichtet mit bezahltem Fremdcontent zu bestücken. Das bringt i.d.R. mehr und bei einem entsprechenden Domainnamen kann dann durchaus der eine oder andere Euro zusammen kommen.

    Die Aussage, dass Domains, die keiner kennt, nicht gefunden werden, stimmt nur teilweise. Einen guten Domainnamen kann man mit wenig Mühe auffindbar machen. Das hängt nur vom eigenen Geschick und dem eigenen Know-how ab. Money for nothing gibt es eben nirgendwo – auch nicht im Internet

  3. WJT am 10. Mai 2009 um 22:38

    Parke meine Domains bei SEDO und verdiene Monatlich gutes Geld. Die Leute die da das Gegenteil behaupten sollten es doch einmal versuchen und nicht ins blaue hinein einfach negative Stimmung machen. Geparkte Domains müssen natürlich richtig promotet werden. SEDO bietet da schon einige Möglichkeiten.

    Wenn sich jemand eine Domain, die keiner aufruft, reserviert, sollte der sich überlegen ob er nicht selbst einen Fehler bei der Domainauswahl gemacht hat. Geld zu verdienen erfordert offensichtlich doch etwas mehr!

    Money for nothing gibt es eben nirgendwo – auch nicht im Internet

  4. casper am 2. November 2010 um 23:05

    also ich muss sagen ich habe jetzt in 2 wochen mit sedo 5 euro verdient die domain kostete mich 6,40 fuer ein jahr.

    nur jetzt der hammer heute hab ich post bekommen das ich ein verstoss gegen ihr agb gemacht habe da unnormal click aktivitaeten regestriert wurden.

    jetzt meine frage warum sagen die ich haette was falsch gemacht nur weil paar leute meine seite besuchen. die wollen anscheinend nicht das man geld damit verdient.

    auf jeden haben sie mir gedroht mein account zu sperren.

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