Ob es Online-Dokumentenverwaltungen wie
irgendwann zum YouTube für den Bürobereich bringen, darf bezweifelt werden. Dafür ist der Community-Faktor im Berufs- und Geschäftsleben letztlich wohl doch nicht hoch genug. So findet sich beispielsweise auf der noch recht jungen deutschsprachigen Dokumentenplattform Doktus zwar bereits der ein oder andere interessante und unterhaltsame Text. Manche der knapp 20 Downloadkategorien (von A wie Auto bis W wie Wissenschaft und Technik) sind allerdings noch recht dürftig besetzt.
Viel spannender als der kostenlos bereitgestellte Speicherplatz, das gemeinschaftliche Tagging und der bisherige Dateifundus dürften aus Anwendersicht schon die Bequemlichkeit und Flexibilität sein, mit der auf einen Schlag bis zu zehn Texte, Tabellen und Präsentationen (im MSOffice-, StarOffice und OpenOffice- sowie Postscript- und PDF-Format) hochgeladen und anderen Anwendern gezielt zum Download bereitgestellt werden können: Neben dem Ursprungsformat werden die Dokumente zudem automatisch in das PDF-, DOC- und TXT-Format umgewandelt. Da auch PDF-Dokumente obligatorisch konvertiert werden, lässt sich die Online-Dokumentenverwaltung sogar zweckentfremden, um damit PDF-Dateien ins bearbeitbare Word-Format zurück zu verwandeln.
Die praktische Formatvielfalt erspart einem die Entscheidung, welchen Dateityp man seinen Lesern zur Verfügung stellen will und macht manuelle Konvertierungen sowie Mehrfach-Uploads überflüssig. Ob man die Dateien für die Öffentlichkeit freigibt oder als privat kennzeichnet, kann in jedem Einzelfall entschieden werden.
Die Handhabung ist ausgesprochen einfach und eingängig, die Konvertierungszeiten halten sich in erträglichem Rahmen. Über einen HTML-Codeschnipsel lassen sich die einzelnen Dokumente sowie die dazugehörigen Links zu den unterschiedlichen Downloadversionen außerdem im Handumdrehen als FlashPaper in die eigene Website einbinden.
Lukas Schlömer
ist ein bekannter Fachautor, der für Dr. Web unter Pseudonym schreibt.




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