Es folgt ein umfangreicher Gastbeitrag von Alexander Endl, der sich Gedanken über die Zukunft des WWWs macht. Wer mag ist zur Diskussion eingeladen.
Web 2.0 ist bei manchen noch nicht einmal angekommen, bei anderen schon wieder als Buzzword verschrieen, manche balgen sich um die Markenrechte und dritte halten vom Ansatz schon mal gar nichts.
Bevor man also über Web 3.0 spricht, lohnt also durchaus erst einmal eine kleine Zusammenfassung, was Web 2.0 denn so ist – oder besser, was denn darunter verstanden wird. Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man unter Web 2.0 das so genannte “neue Netzverständnis”. Flickr ist da so ein Paradebeispiel, aber auch YouTube.com und natürlich Wikipedia. Man teilt Informationen, indem man sie allen auf einer gemeinsamen Plattform zur Verfügung stellt, das gemeinsame Arbeiten aber auch das Tagging im Sinne eines gemeinschaftlichen Indexieren steht hier im Vordergrund.
Weblogs gelten als Web 2.0-’Erfindung’, dabei müsste man hier differenzieren. Blogs sind oft nämlich nichts anderes als eine neue Form eines Homepage-Konzepts. Statt die Inhalte starr in Ordner und Baumdiagramme zu sortieren, schreibt man kalendarisch und sortiert höchstens noch auf zweiter Ebene nach inhaltlichen Gemeinsamkeiten. Markant ist allerdings der eigene Schreibstil der Blogs. Bemühte man sich ehemals auf seiner Homepage um abgeschlossene Inhaltsbeiträge mit dem Anspruch, dass diese längere Zeit repräsentativ für das betreffende Thema stehen, so werden Blogeinträge in der Regel betont persönlich, zeitbezogen, subjektiv, ungeschliffen und mit vor allem aktuellen Querverweisen versehen. Dieser Stil und das kalendarische Konzept lässt Außenstehenden einen Blog als Blog erscheinen. Das macht ein Weblog aber noch nicht zu einem Teil von Web 2.0.
Um ein Blog zum Teil des Web 2.0 zu machen, bedarf es mehr. Technisch (wobei dieser Artikel keinen Anspruch auf technische Ausführungen erhebt) kann man das mit dem Web 2.0 Validator einmal testen lassen, doch das ist im Ergebnis nur eine Abfrage von Parametern. Im Sinne des neuen Netzverständnisses macht man ein Weblog zum Weblog 2.0 durch das Teilen der Inhalte, also durch das Verschlagworten und der Weitergabe dieser Schlagworte (Tags), wie etwa an Technorati. Und natürlich durch Kommentare, Pings und Trackbacks. Oder einfach ausgedrückt: Man bricht seine Insellösung Homepage auf und lässt andere mitmachen und bringt sich und seine Inhalte selbst in die große Netzgemeinde ein. Teilweise eben durch eigenes Tun/Engagement (Kommentare, Trackbacks), teilweise durch die Technik (Pings und Tagging). Blogsoftware wie WordPress erledigen da die Arbeit.
In der Praxis sieht das dann folgendermaßen aus. Man schreibt einen Artikel, versieht ihn mit Schlagworten und veröffentliche ihn. Soweit Links darin enthalten sind, wird das Linkziel automatisiert verständigt. Besonders themenaffine und zitierte Artikel Dritter werden mit Trackbacks vom Autoren selbst verknüpft. Über die ausgesandten Tags/Schlagworte können User, die sonst nie auf das Blog gestoßen wären und es auch nicht regelmäßig lesen, in Blogsuchmaschinen wie Technorati den Artikel finden. Auch RSS und Feeds gehören dazu. So kann der Nutzer die Informationen auch für sich verwerten .
Schön und gut, das ist nun in der sogenannten Blogosphäre wohl so der Stand der Dinge. Während andere gerade das erste Mal in einem Weblog lesen und staunend in den Fotoalben von Flickr stöbern (schön etwa via Splashr), fangen die Blogger selbst schon wieder an, sich in Frage zu stellen: Was kommt danach?
Web 2.0 schreit ja geradezu nach einem “Sequel“, nach einem Web 3.0 und 4.0. Aber so richtig ist das noch nicht greifbar. Web 3.0 liest man gern im ironischen Sinne, in der Art “es gibt immer ein Danach”, oder in Bezug auf das Semantische Web (Semantic Web), wie es von Tim Berners-Lee gepredigt wurde.
Semantisches Web bedeutet letztendlich aber etwas technisch-strukturelles. Man versucht das Web zu erweitern, indem man die Beziehungen der Artikel, Inhalte, Autoren zueinander mit einbezieht – sei es inhaltlicher Art, sei es struktureller Art, sei es kontextueller Art. Auf diese Weise werden Inhalte bewertet, und zwar ohne das Zutun einer Redaktion, des Autors oder der Leser. Schreibt Blogger A und ist er bei Firma X beschäftigt (das muss natürlich zuzuordnen sein), so stellt das seine Artikel über Firma X in ein anderes Licht, als wenn er ‘nur’ ein unzufriedener Kunde K wäre, der sich über das Versagen eines Akkus beschwert. Auf der Suche nach Kundenmeinungen kann ein Artikel von K aber für den Suchenden wichtiger als ein Artikel von A sein. Vor allem wenn man K auch noch in eine Zielgruppe einsortieren kann, die der eigenen entspricht. Diese nennen wir sie einmal Meta-Informationen können also durchaus relevant sein. Dies zeigt sich an diesem einfachen Beispiel. Das beste Ergebnis muss nicht immer eindeutig sein .
Und die Suche nach einer (Be-)Wertung ist nämlich in der Tat eine der Kernaufgaben im Internet. Bei der stets zunehmenden Datenflut wird es immer schwieriger, die Spreu vom Weizen zu trennen. Umgangssprachlich ausgedrückt, auch ein Dummschwätzer schafft es mit Bordmitteln, bei Technorati zu erscheinen und bei Google oben zu stehen. Doch das Suchmaschinenthema verdient es, ein mal separat betrachtet zu werden.
Aber eben auch die Blogosphäre kämpft mit der Datenflut – ständig prasseln neue Artikel ein und auch hier stellt sich die Frage: Was ist wichtig? Das Neueste, das meist Gelesenste, das der grossen Blogs?
Man versucht es derzeit über den Grad der Vernetzung (zum Beispiel:. Technorati). Wer viele Incoming-Links hat und das möglichst aus vielen unterschiedlichen Quellen, der ist wohl wichtig. Ein Ansatz, der ja auch von Googles Suchalgorithmen (PageRank) verfolgt wurde und zumindest im Groben hervorragend funktioniert. Aber nur weil es funktioniert, muss es ja nicht die beste Lösung sein. So wird Google vollkommen berechtigt vorgeworfen, zwar stets ein plausibles Ergebnis zu liefern, aber bei weitem nicht immer das beste. Wem plausibel aber genügt, der ist ja auch zufrieden.
Alles richtig, diese Überlegungen zur Semantik, alles konsequent weitergedacht und nützlich und notwendig. Doch was wird Web 3.0 neben dem technisch-strukturellen Aspekt für die Netzwelt Neues bringen? Wie wird das Kommunizieren in Web 3.0 aussehen? Gibt es weitere Entwicklungen? Wird es eine ähnliche “Killer Application” wie es Weblogs für Web 2.0 waren? Kurzum: Wird Web 3.0 nur ein etwas besseres Web 2.0 – oder gibt es ein echtes neues Web, kein Web 2.1 also, sondern ein richtiges Web 3.0?
Hier der Versuch eines Ansatzes/einer Idee:
Web 3.0, die dynamische Vernetzung
Eine Emanzipation von Autor, Inhalt, Raum und Zeit durch die Trennung fester Bindungen und Bezüge. Der Gedanke basiert auf folgenden Überlegungen:
Die Auflösung der klassischen Weblog-Definition
Bereits jetzt zeigen hochfrequentierte Blogs, die sich auch besonderer Awarness erfreuen, die Tendenz (oder sind konzeptionell bereits so angelegt) nicht mehr von einzelnen Schreibern/Autoren abhängig zu sein. Es bilden sich (zum Teil wechselnde) Autorenteams (wie das in Wikis bereits üblich ist, bei denen das Individuum hinter dem Projekt zurücktritt) und auch Gastautoren werden immer selbstverständlicher.
Inhalte werden mehrfach publiziert oder individuell auf User-spezifischen Plattformen konsumiert. Ob im Newsreader, in der eigenen individualisierten Startseite oder integriert ins eigene Blog – via RSS und JavaScript werden Blogeinträge heute bereits losgelöst vom Ausgangsblog konsumiert und aufbereitet. Zugleich setzen immer mehr Blogs darauf, bestimmte Artikel als “sticky” zu definieren (bei WordPress übernimmt das ein Plugin namens Adhesive), also besonders hervorzuheben und auf Dauer prominent nach vorne zu stellen. Eine Reaktion darauf, dass wichtige Artikel durch die kalendarische Sortierung oft viel zu schnell im Blog ‘verschwinden’. Ein weiterer Schritt weg vom kalendarischen Blog und eine Entwicklung, die das gerade erst aufgebaute Bild des ‘persönlichen Tagebuchs’ wieder auflöst und in eine Art Blog-Portalcharakter fließend übergeht. Das heißt nun nicht, dass es keine persönlichen Blogs im klassischen Stil mehr gäbe/geben würde. Es heißt nur, dass Weblogs nicht mehr als solche per se wahr genommen werden, sich so nicht mehr zwingend definieren.
Die Entkoppelung von Inhalt und Zusatzinformation
Der zweite Grundgedanke setzt auf den Möglichkeiten das so genannte Internet 2 auf, genauer gesagt, auf das damit in Verbindung stehende IPv6 (Internet Protocol Version 6). Derzeit mit IPv4 steht ‘nur’ eine für globale Verhältnisse bescheidene Anzahl von 4 Milliarden IP-Adressen zur Verfügung. Mit IPv6 stehen – kurz auf der Zunge zergehen lassen – 340 Sextillionen IPs zur Verfügung. Mit diesem Protokoll ist es möglich, beliebigen Objekten eindeutige Zuordnungen zu geben. Jeder Artikel bekommt sozusagen einen eigenen Platz im Internet, eine IP, gleiches gilt für jedes Profil eines Autoren und so weiter. Erst bei der Datenbereitstellung werden Inhalte zusammengeführt, wobei Zusatzinformationen Basis für eine Zusammenstellung sein können, aber nicht müssen.
Diese beiden Grundgedanken, zusammen mit der beschriebenen Notwendigkeit zur Strukturierung der Daten mittels Semantik und der bereits entwickelten und sich auch durchsetzenden Möglichkeiten des Web 2.0, bietet die Basis für eine Weiterentwicklung. Inhalte und Zusatzinformationen (wie der Autor) werden ortsunabhängig. Sie verlieren (zunächst) jegliche Bindung zu sich und zu einem spezifischen Ort (”einer Wurzel”, wie einer Domain oder gemeinsamen IP). Ort, Autor, Inhalt werden selbstständige Einheiten. Sie sind zueinander nur noch Zuordnungskriterien, die aber für sich alleinstehen können und nur bei Bedarf (on demand) kombiniert werden – sei das eine Sortierung, eine Kategorisierung, eine Zusammenstellung oder eine Auswertung. Die Kriterien werden dabei nur zum Teil vom Autoren bestimmt, der Berechtigungen und Schlagworte vergibt, dazu kommen aber semantische Informationen. Aber erst die technischen Gegebenheiten und nicht zuletzt der Nutzer/Rezipienten selbst bestimmen, wie die Ausgabe/Auswertung erfolgt. Oder zusammengefasst: Der Autor gibt vor, was innerhalb der gewährten Berechtigung einsehbar ist. Der User selbst stellt diese Informationen für sich zusammen, unterstützt durch ein technisches System, dass die Vorgaben des Autors bewertet und um weitere Informationen noch erweitert.
IPv6 ist für das Web 3.0, wie hier beschrieben, keine zwingende Notwendigkeit. Das Verständnis, dass Daten als einzelne Objekte stehen und die Verknüpfung nur eine weitere Information oder ein Prozeß ist, macht aber den Ansatz rund. Wenn alles, also wirklich alles, eine eigene Zuordnung erhält, also jeder Artikel, jeder Autor, jedes Blog, jede Plattform, wenn alles autonome Adressen sind, die separat angesteuert und aufgerufen werden können, dann ermöglicht dies die optimale Verwertung, da in jedem Baustein nur eigentliche Kerninformation vorhanden sind. Zusatzinformationen, wie eine Verschlagwortung, sorgen dann für Andockstellen im kontextuellen Bereich. Eine semantische Auswertung schafft eine neue Relevanz und über die unabhängige Adressierung wird eine nahezu beliebige Kombinationsmöglichkeit geschaffen – befreit von Ort, vielleicht auch Medium, und jeglichen Strukturen.
Und es macht auch Sinn: Oft geht es doch gar nicht mehr um den Autor in persona (siehe oben: Gastblogger und Teams), es geht um Inhalte, um Themen, um Bezüge, vielleicht um Stil. Und will ich weiter nur Blogger A lesen, dann beziehe ich eben nur alle Artikel, die dieser selbst mit einem Bezug zu seiner persönlichen IP und seinem Tag versehen hat. Im Ergebnis muss sich bisweilen für den Betrachter also wenig ändern: Er sieht ein Blog, eine Portalseite, mit Artikeln wie eh und je. Aber die Möglichkeiten wären schier unendlich.
Und wenn alles einzelne Objekte sind, fallen auch zwingende Bindungen weg. Der Ort eines Bildes wäre irrelevant, er ist immer mit seiner eigenen IP eindeutig definiert. Die Erreichbarkeit entscheidet nur, ob der physische Speicherort gerade erreichbar ist, nicht aber mehr die Zugangswege, wie Backbones oder Provider. Ist der Ort nicht mehr erreichbar, wird die Datei, das Objekt verschoben. Die IP sagt davon unabhängig immer selbstständig: “Hier bin ich”. Schon heute sieht man diese Tendenzen in diversen Blogs. Die eine Mischung aus einbetteter Flickr-Bildersammlung, del.icio.us-Links, integriertem Google Kalendar und RSS-Feeds darstellen, wobei die Kommentare wiederum durch Dritte verwaltet werden und dort wiederum die Avatare von gravatar.com bezogen werden.
Durch die Entkoppelung wird sich die Aufbereitung und die Verwertung von Inhalten und der Kommunikationsfluss verändern. Autoren schreiben Artikel nicht mehr in ein Blog, man bedient sich verschiedener Online-Dienste bei der Erstellung und Verwaltung und veröffentlicht sie dann nur beziehungsweise knüpft sie an beliebige Informationsknoten. Eine Zusammenstellung kann durch einen selbst oder einen unabhängigen Blog- oder Portalbetreiber erfolgen. Sie kann aber auch – bei freigegebenen Inhalten – von jedermann auf seinem Miniportal verwertet werden, wie das bereits heute mit Bloglines oder via Google Startseite und Feed-Integration erfolgt.
Das ist natürlich nur ein Gedankenansatz, ein Versuch weiterzudenken. Bestrebungen, Informationen immer mehr auf ihre tatsächlichen Kerninformationen zu reduzieren, sind kein Geheimnis und nichts Neues – wer mit Content-Management-Systemen arbeitet, kennt dieses Prinzip und weiß, dass die Trennung der Informationen (Layout und Inhalt) eine weitaus flexiblerer Verwertung erlaubt. Noch ist aber unklar, ob oder welche Auswirkungen diese (bereits begonnene und eventuell bevorstehende radikale) Entkoppelung haben auf die Netzwelt haben wird. Möglich wäre es, dass wir auf dem Weg zu einer Art liquid web sind, weg von starren Netzstrukturen und hin zu fließenden Verbindungen, die sich bei Bedarf ständig neu aufbauen und finden. (Autor: Alexander Endl)
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Hallo,
in meinen Augen sind die Versionsnummern von Web 0.5 – Web 3.0 unsinnig. Es hat nie eine richtige Entwicklung im Web gegeben.
Das Web ist gleichzustellen mit einer Hochschwangeren Frau, die einfach nur Stimmungsschwankungen hat. Erst will Sie Dokumente zwischen Leuten austauschen, dann aufeinmal möchte Sie für Firmen werben und Produkte verkaufen, jetzt will Sie eine soziale Bühne für Meinungsbildner sein und Morgen möchte Sie die allwissende Frau sein, die jede Frage beantwortet.
Ich sehe hier keine Entwicklung, lediglich einen Wandel. Hintergrund:
Erst ist es das technische Web, dass zum Austausch von Dokumenten diente und von Experten für Experten geschaffen wurde.
Nach dem es für die Öffentlichkeit durch den Mosaik Browser publiziert wurde, mutierte es zum “werblichen Web”, welches den kommerziellen Nutzen steigerte.
Überbewertung von Firmen bezüglich der Entwicklung und dem Nutzen, führten zum platzen der Dotcom-Blase. Die sozialen Aktivitäten gerieten immer weiter im Vordergrund und das “soziale Web”, eine Bühne der Meinungsbildung, wurde geschaffen.
Das “semantische Web” soll die riesigen Informationsbestände des Webs so strukturieren und in Beziehungen stellen, das es Nutzer einfacher haben richtige Informationen zu finden.
Ciao
Newman
Web 3.0 oder assoziatives Web oder …
Das sind Namen, die im Grunde nur ein Konzept bzw. eine Idee in einem Wort bündeln sollen – wer sich mit Ontologien (quasi das Rückgrat des Semantic Web) auskennt, kennt das ganz besonders.
Aber es ist seit dem Einzug der Informatik in die Wirtschaft so, dass IT-ler (meist sind das gar keine Informatiker sondern die Leute aus der Wirtschaft) sich Namen ausdenken, die Erwartungen wecken oder – wie bei Web 3.0 – Assoziationen im Leser auf einem sehr flachen Niveau hervorrufen. Niemand soll durch das Wort das Konzept erkennen, denn sonst würde sich niemand damit beschäftigen. (Bei SOA ist das nicht anders!) Das war so, das ist so, und es wird wohl auch (leider) so bleiben.
Die Idee die hinter dem Web 3.0 steckt ist aber einfach die konsequente Weiterentwicklung des WWW, so, wie es das Web 2.0 auch war. Von großen, monolithischen Webauftritten zu gemischten dezentralen Inhalten (Web 2.0) und jetzt diese Inseln wieder zusammenzuführen (Web 3.0) um dann mit “intelligenten” Crawlern im Web 4.0 Informationen auf inhaltlicher Ebene zu finden. Das mündet am Ende in das Web 5.0, einer großen “Inferenzmaschine”, die aus ihrem eigenen Inhalt neues Wissen ableiten kann.
Fazit: Informatiker und Wortschöpfungen – eine unendliche Geschichte!
Kompliment an Alexander Endl – ein wirklich gelunger Gastbeitrag.
Eine Umschreibungsversuch aus dem Jahre 2008 für die Zukunft des Internets findet man unter:
http://semantisches-web.net/web-30/
Selten so ein Bullshit gelesen !
Es gibt auch kein Web 2.0, das sind auch nur herkömmliche Webseiten, wo jetzt halt tausend dumme Affen reinschreiben, was ihnen täglich passiert ist. Ab und zu ist mal was brauchbares dabei, ja und ?
youtube ist auch manchmal ganz nett, aber trotzdem, das ist eine ganz normale Webseite, wo man sich ein Account holt und was drauflädt, mehr nicht.
Das wichtigste im Internet ist, das es Infomationen kostenlos gibt, und auch Musik und das ist und bleibt das Wichtigste.
Mir scheint, es wird parallel mit sogenannten “neuen Technologien” versucht die Leute massiv zu verwirren, daß sie garnicht mehr durchblicken, was sie brauchen und was nicht…
Üblicherweise wurden Bezeichnungen für Epochen im Nachhinein, vornehmenlich, wenn alle Beteiligten von damals schon längst unter der Erde waren, gefunden. Oder vielmehr: sie bildeten sich einfach. Sicher hatte beispielsweise Giorgio Vasari mit seiner abfälligen Bemerkung über alles, was “gotico” (fremdartig, barbarisch) war, nicht beabsichtigt, damit den Namen für eine Stilepoche (Gotik – natürlich) zu prägen.
Im Jahr 2004/2005 war die Menschheit bereits einen erheblichen Schritt auf der Leiter der Selbstreflextion weiter: “Web 2.0″ wird als Bezeichnung für eine stilistische und inhaltliche Entwicklung des bedeutendsten Mediums (so wie früher Architektur und Malerei) aufgebracht und findet große Resonanz – und das, obwohl die Entwicklung noch mitten im Gange war. Es bildet sich (historisch gesehen extrem rasant) ein Konsens, welche Prinzipien (althochdeutsch: Stilelemente) den Begriff charakterisieren. Ein überraschend großer Teil der “Community” ist erbost, dass die von findigen Marketingleuten etwas überstrapazierte Bezeichnung letztlich keinen göttlichen Segen gebracht hat. Aber wer sich darüber beschwert, mag vielleicht Groll gegen die Kommerzialisierung des Begriffes heben; Groll gegen den Begriff selbst ist jedoch völlig widersinnig.
Heute reden wir über Web 3.0. Schön, dass es Leute gibt, die sich noch immer Gedanken machen, was künftige Entwicklungen bringen werden und diese diskutieren. Schade, dass manch einer noch immer nicht verstanden hat, dass es nicht um den Begriff geht, sondern um die Evolution. Und die ist bekanntlich unaufhaltsam wie immer man ihre Hinterlassenschaften schließlich auch heißen werden.
Einen guten Artikel fand ich dazu auch hier:
http://www.sitepoint.com/blogs/2007/04/02/are-you-ready-for-web-30/
Ich sach euch wie das sog. ” Web 3.0 ” aussieht….Das Web der Zukunft wird komplett reguliert sein.. mit Filtern verseucht sein… global… und es wird zurück in den Untergrund gehen evlt nich bis auf mailboxen zurück… aber in diese Richtung weil jeder der irgendwie seine Meinung äußert sonst Ärger bekommt. So siehts aus! Düster ….
Gruß Beta
Sehr netter Artikel,
ich wollte mit einem “aber” beginnen aber ich lass es mit diesem Satz da ich eine andere Pers. Vision beim Lesen dieses Artikel gefasst habe.
Internet-Gesellschaftlich gesehen kann Web 3.0 nur eine Revolution sein. Wenn z.B man die Fahigkeiten eines Users der z.B auf Alternate eine Bewertung auf Alternate schreibt wie leicht oder schwer die Montage ist , auf sich schliessen kann. So wäre eine Art Bewertung oder einschätzungsbalken in dem Profil eines Users nützlich allerdings wäre auf eine Seite verwiesen.Das ziemlich undurchsichtig es müsste wenn ich z.B auf Readmore einen Postabgebe meine Ehrfahrung auf das bezogene Thema von Fremdusern eingeschätzt werden was auch auf Computerbase ersichtlich ist und die Antworten/Beiträge dort auch bewertet und ersichtlich sind. Profi/Ehrfahren/…/… eine Angabe wie lange ich mich mit dem Thema z.B Computermontage etc beschäftige für die Suche ersichtlich sind oder gar von google oder Priorisiert werden. Ein Symbol könnte bei jegllichen Beiträgen angezeigt werden das ich mich mit dem Usern-Indentifizieren könnte!
Freundschaften könnten so besser geschlossen werden.
Probleme könnten bei diesem Ansatz schwarze Schafe sein die Falsch bewerten , ausserdem müsste das System einfach sein den kein User möchte zu dem User einen Fragenbogen ausfüllen.
Meine Vision die von den Bloggedanken ausging und mit IP v6 logistisch vielleicht Realisiert werden könnte.
Achja:
Internetsperren sind Gift für das Internet und die Menschheit!
Wirklich interessantes Thema. Web2.0 war mir schon bekannt, die spekkulationen und vermutungen über 3.0 sind mir nun wirklich sehr an den Kopf gegangen.
Web3.0, wird möglicherweise wie oben beschrieben sein. Allerdings, wer gibt denn den Status unseres Webs an?
web2.0 wurde in einem Technikmagazin erwähnt, klar. Aber Wird das mit 3.0 wieder ganauso sein?
Sind wir nicht schon längst im 3.0?
Heutzutage kann einfach wirklich jeder mit einem Internetzugang (egal ob Computer oder via handy) ein Beitrag in ein Forum posten, eine datei ins Internet stellen. So wie ich jetzt, ich musste mich nicht Qualifizieren diesen Eintrag zu schreiben. So ist es bei den anderen Erdbewohnen doch auch.
Nehmen wir mal folgendes an:
Web3.0 wird neue und viel Kopmlexere Lösungen für den Nutzer bieten, wie wäre es zum Beispiel, wenn zu Zeiten des Web3.0 Rechner auf dem Markt erscheinen, die mit einem Betriebssystem über das Internet laufen. Solche gibt es ja schon, (EyeOS nur ein Beispiel).
In diesen Betriebssystemen ist alles wie gehabt, man hat seine Daten, seine Software, alles, Im Internet, und mein Rechner wird beim einschalten sich einfach mit dem Net verbinden, und ich mache alles über das Internet.
Ich persönlich glaube, das wird irgendwann ein Web3.0 sein.
Weil mit 2.0 sind die “vorraussichtlichen Dinge” ja schon längst möglich, man muss nur den Richtigen Weg finden
Mit freundlichen Grüßen
Tim
Ich sehe eine zunehmende Orientierungslosigkeit in einer wachsenden Komplexität. Niemand sieht mehr das Ziel und Auswege scheinen versperrt. Da wird dann als kleinster gemeinsamer Nennen nur noch auf sich geschaut. Eine psychotherapeutische Form der Signaletik.
Was kann daraus entstehen? Das neuronale Web. “Liquid Web” kommt dem recht nah.