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Die besten Bildverwalter

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Nicht erst seit dem Siegeszug der Digitalkamera nimmt die Bilderflut stetig zu. Chaos auf mancher Festplatte ist die Folge. Das muss nicht sein. Die Organisation und Verwaltung der Bildbestände würden diese Spezialisten gerne übernehmen.

Der Klassiker
ThumbsPlus ist der Klassiker unter den Bilddatenbanken. Ein Programm, das seit 1994 um zahlreiche Features bereichert wurde. Mittlerweile hat man das nötige Handwerkszeug zum Betrachten, Bearbeiten und Verwalten von Bildbeständen aller Art. ThumbsPlus scannt die Festplatte, aber auch alle anderen Medien, und erstellt (ganz logisch) Thumbs, die zusammen mit eigenen oder automatisch generierten Schlüsselwörtern in einer Datenbank abgespeichert werden. Neben Bildern unterstützt das Programm weitere 127 Formate. Darunter auch JPEG2000 oder RAW-Dateiformate vieler Digitalkameras. Das Programm präsentiert sich in drei Fenstern eingeteilt: Links befinden sich die Quellen, rechts die Vorschaubilder und unten links die Vorschau-Tasks-Info-Kombi. Die Darstellung der jeweiligen Elemente lässt sich dem eigenen Geschmack anpassen.

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Einer der Urväter der Bildbetrachter

Klickt man auf den Button "Thumbnail erstellen", "Pfad scannen" oder "Disk scannen" macht sich ThumbsPlus an die Arbeit. Die Taskanzeige unten links zeigt, wie lange die Erstellung der "Thumbs" für den gewählten Zweig noch dauern wird. Unter "Info" werden weitere Informationen dargestellt, wo man auch die EXIF-Informationen findet. Zusätzlich zu den üblichen EXIF-Feldern werden zahlreiche herstellerspezifische Erweiterungen von Canon, Olympus, Minolta und Nikon sowie GPS-Angaben angezeigt.

Eine Stärke von ThumbsPlus ist die Möglichkeit, Bilder nachträglich zu bearbeiten, womit ThumbsPlus in vielen Fällen den Griff zur Bildbearbeitung überflüssig macht. Neben einfachen Funktionen wie Drehen, Skalieren, Beschneiden und Bildoptimierungen wie das Anpassen der Helligkeit, der Farbe, des Kontrast, und der Schärfe gibt es auch einige Filter wie zum Beispiel PopArt oder Relief. Für das "rote Augen" Problem steht ein eigener Filter zur Verfügung. Per "Umformen" können Bilder ins richtige Verhältnis, etwa für Fotoabzüge gebracht werden.

Des Weiteren können Bilder direkt per Email verschickt und zuvor noch angepasst oder gezippt werden. Nach ähnlichen Bildern kann man suchen, um Duplikate auszuschließen. Mit "Bilder vergleichen" können diese auf Pixelebene einander gegenüber gestellt werden. Eine Slideshow mit EXE-Datei bietet eine gute Möglichkeit, ausgewählte Bilder weiterzugeben. Die aktuelle Version, ThumbsPlus 7, kostet um die 50,- Euro.

Das Multitalent
ACD Systems bietet mit ACDsee besonders ausgefeilte Such- und Sortierfunktionen. Die Organisationsmöglichkeiten sind vielfältig. Man kann die Bilder wahlweise in Ordnern, Kategorien wie Leute, Alben und Orte oder auch nach Datum und Bewertung archivieren. Die Suchfunktionen sind ausgereift und schlagen alle anderen Programme dieser Produktkategorie. Inzwischen wurden sie noch um eine »Bildbank« erweitert, welche die komplette Sammlung in einem einzigen Fenster präsentiert.

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Die Oberfläche von ACDsee

Natürlich wird auch das RAW-Format unterstützt. Die Bildvergleichs-Funktion kann eine Serie von bis zu vier Fotos miteinander vergleichen. Vorbildlich: Die Funktion überprüft die Ähnlichkeiten und die Unterschiede in Eigenschaften, Metadaten und Pixel-Intensitätsstufen. Nur die Stapelverarbeitungsfunktion sollte erweitert werden. Hier schneidet Thumbs Plus besser ab. Eine PDF-Diashow und der kostenlose Bildhosting-Service Send Pix runden das Angebot ab. Mit 55,- Euro kostet ACDsee nur wenig mehr als ThumbsPlus.

Der Mediator
iView MediaPro sieht mehr, als alle anderen vorgestellten Programme. Es handelt sich um das optimale Werkzeug, um die unterschiedlichsten Formate von Bildern, Grafiken, Layout-Dokumenten, Filmen, Sounds, Fonts, MP3s oder Animationen zu verwalten, zu ordnen und zu archivieren. Zu den unterstützten Standards gehören auch IPTC-, EXIF- oder GPS-Angaben. Das ermöglicht unter anderem das Abspielen oder Aufzeichnen von Sprachanmerkungen, Anlegen von Schlüsselwörtern, Kategorien, frei definierbaren Feldern oder hierarchischen Katalogsets.

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Findet so gut wie alles: iView MediaPro

Mit dem PDF-Maker können sinnigerweise PDF-Dokumente erzeugt werden. Außerdem gibt es einen HTML-Export, eine Diaschau-Funktion und eine Funktionen zum Erzeugen von QuickTime-Filmen. Hilfreiche Werkzeuge zur Entfernung von roten Augen, Farbkalibrierung und Skalierung von Bildern findet man auch hier. iView Mediapro kostet 140,- Euro.

Der Bilddoktor
StudioLine Photo speichert Bilder in einer internen Datei, wobei der Nutzer diese zuvor von Hand importieren muss. Einzigartig für eine Bilddatenbank ist, dass der Anwender Kontrastkorrekturen, Scharfzeichner oder Effekte über Bilder legen kann und solche Verbesserungen oder Korrekturen jederzeit wieder abgeschaltet werden können. So kann man nichts unwiderruflich zerstören.

Auch StudioLine Photo kann Ergebnisse aus dem Programm heraus auf Archiv-CDROMs brennen, an ein Bildbearbeitungsprogramm weiterreichen oder in gängige Dateiformate umwandeln. Die Vorschau der ausgelagerten Bilder bleibt im Programm erhalten, dazu erscheint noch der Name der CDROM.

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Diashow von StudioLine

Unterhalb der Thumbs werden Bildeigenschaften wie Pixelmaße, Größe oder Belichtungszeit dargestellt. Diese Werte dienen auch als Such- und Sortierkriterien. Eine Diashow und bei Bedarf auch die Erstellung einer Webgalerie wird mit dieser Software zum Kinderspiel. Studioline Photo schlägt mit etwa 40,- Euro zu Buche.

Der Schönling
PicaJet kann Bilder aus verschiedenen Quellen importieren und detailliert archivieren und eine Übersicht mit Thumbnails anzeigen. Diese Bilder können nach Rating, Jahr, Importdatum oder einfach in einer Ordner-Ansicht sortiert werden. In der linken Spalte befinden sich die Kategorien, die selber angelegt und erweitert werden können. Bilder werden den Kategorien zugeordnet, indem beispielsweise mit einem Klick auf eine Büroklammer ein Bild mit der entsprechenden Kategorie verbunden wird.

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Gutes Design, eigene Kategorien

Weitere Funktionen, wie das Verknüpfen mehrerer Bilder mit einer Kategorie oder das Zoomen der Thumbnail-Übersicht oder einzelner Bilder sind ebenfalls durchführbar. Änderungen in der Bildbearbeitung werden immer als Kopie abgespeichert. Das Original bleibt unangetastet.

Die Standards der Bildbearbeitung wie Rotieren, Spiegeln, Zuschneiden oder das Ändern des Kontrasts werden ebenfalls angeboten. Weiterhin die Anzeige von EXIF-Daten mit Konvertierung in sechs verschiedene Bildformate, ein Druckmanager sowie direktes Versenden per Email. Die vorbildlich designte Oberfläche kann mit verschiedenen Skins angepasst werden. Mit 30,- Euro eine günstige Bilddatenbank.

Der Freiverfügbare
Als Freeware gebührt MyAlbum Anerkennung, denn die elementarsten Features zur Archivierung digitaler Fotos beherrscht das Programm problemlos. Einen Minuspunkt bekommt das Programm für die fehlende Unterstützung von PSD-Dateien, dem Photoshop-Dateiformat. Wie bei den kommerziellen Varianten auch können Kommentare und Schlagwörter Alben und einzelnen Bildern angefügt werden. Auch eine entsprechende Suchfunktion ist Bestandteil der Software.

Die Druckfunktion erlaubt das Erstellen von Übersichtsseiten mit Vorschaubildern oder das Zusammenfügen mehrerer DIN A4-Seiten zum Posterdruck. überdies ist eine Option zur Erstellung von HTML-Seiten inbegriffen. Batch-Konvertierungen, CD-ROM-Unterstützung, Scriptfähigkeit und die Anzeige von EXIF-Daten machen diese Freeware endgültig zur idealen und vor allem kostenlose Alternative.

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Tool zum Auffinden von doppelten Bildern

Wer nur schnell ein paar Bilder durchstöbern möchte, ist auch mit IrfanView oder Picasa gut bedient. Wer einen Spezialisten für Exif-Informationen sucht, sollte die Freeware Exifer herunterladen. Mit JAlbum könnte auch eine eigene Bildergalerie im Internet aufgebaut werden, womit man gleichzeitig Fotos vor der Vernichtung durch einen Festplattenschaden sichert. Doch für die Organisation von großen Mengen an Fotomaterial hält man sich an einen der hier vorgestellten Profis.

Über Dirk Metzmacher

GravatarDirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen Tutorials in den letzten 7 Jahren Leser von Fachpublikationen wie Galileo Press, dem Franzis Verlag oder DigitalPhoto sowie Online-Magazinen wie etwa Dr.Web, photokina oder das Smashing Magazine von den Grundlagen zum Thema Photoshop bis hin zu professionellen Arbeitsweisen begleitet haben. Sein Twitter-Account und seine Website. Weitere Beiträge für Dr. Web: 316

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