Kennen wir ja, was irgendwo im Netz erscheint, kann jedem gehören. Man muss nur wissen, wo man es findet. Egal ob sich um Musik, Software oder Videos handelt, für die Medienriesen ist das ein Problem. Es betrifft aber auch kleine Anbieter und wenig bekannte Künstler, die irgendwie von ihrer Arbeit leben wollen.
Nun ist bei Dr. Web zwar nicht jeder Artikel kostenlos zu lesen, aber viele. Es gefällt uns sogar, wenn davon reichlich Gebrauch gemacht wird. Und am Prinzip soll sich auch nichts ändern. Doch solcher Content ist begehrt – so begehrt, das man sogar bereit ist, zu stehlen, nur um in seinen Besitz zu gelangen. Doch wie kann man etwas stehlen, das sowieso nichts kostet?
Man kann, und es wird auch gemacht, und zwar immer dreister. Wer selbst gewerbliche Seiten anbietet, muss sie mit irgendeinem interessanten Inhalt füllen. Sonst kommt niemand, hält sich niemand länger auf, haben die Suchmaschinen nichts zu futtern. Kurz und gut, man nimmt sich, was man braucht und publiziert es unter eigenem Copyright.
Damit haben wir immer öfter zu tun. Gemeint sind hier nicht Homepager, die mal einen Beitrag übernehmen, weil sie sich der Sache nicht bewusst sind, sondern gewerbliche Anbieter, die ihr eigenes Angebot aufwerten wollen, ohne die dazu nötige Arbeit zu leisten. Und ohne dafür zu bezahlen.
In besonders schweren Fällen versenden wir deshalb Rechnungen. Aber denken Sie nicht, die würden bezahlt, es wird unverhohlen gedroht: Webdesigner Marc B., der seine Site mit 18 Dr. Web Artikeln aufgewertet hat, ließ seinen Anwalt auf uns los. Die Ausrede des Anwalts: “Mein Mandant hat keine Leistungen bei Ihnen in Anspruch genommen.” Nun, bestellt hat er nichts, das ist wahr, er hat einfach nur zugegriffen.
Wer’s gern noch kräftiger hat, wird auch bedient. Ein Schweizer Provider aus St. Gallen nahm gleich 80 Artikel, die Auswahl ist ja groß genug. Eine Ausrede hatte man ebenfalls parat: “Wir haben Sie am … per E-Mail angeschrieben und Sie angefragt, ob Sie damit einverstanden wären, wenn wir einige Infos von Ihrer Webseite benutzen dürfen.” Mag sein, das man das gefragt hat, aber eine Erlaubnis haben wir nicht erteilt, wie die Schweizer sogar zugeben: “Wir haben eigentlich immer noch auf Ihre Antwort gewartet.”
Das hat Konsequenzen, denn man kann auch drohen in der Schweiz: “Wir werden uns überlegen, ob wir nicht gegen Sie gerichtlich vorgehen sollen. Denn das ist eine absolut unseriöse Vorgehensweise, um an Geld zu kommen.”
Es ist schade, dass Arbeit so wenig geschätzt wird. Für Artikel Geld zu verlangen, gilt manchen nun schon als unseriös.
Weitere Beiträge:
- 5 Ideen wie Sie wiederkehrende Arbeitsschritte & Marketingprozesse gewinnbringend im Internet automatisieren! Ein Gastbeitrag von Robert Nabenhauer.
- Wachstum durch Facebook-Gewinnspiele: Wie Sie über Facebook virale Gewinnspiele & eine schnell wachsende Fangemeinde aufbauen
- Wie Sie aufmerksamkeitsstarke Prelaunch-, Launch- und Relaunch-Szenarien aufbauen und dabei Viralität, Spannung & Kaufkraft erzeugen
- Wie Sie waschechte Iphone-Apps mit PhoneGAP entwickeln, um am lukrativen App-Markt mitzumischen
- Wie Sie Ihr Shop-Sortiment so präsentieren, dass der Kunde in Zukunft mehr findet und eher kauft! Ein Gastbeitrag von Nicolas Schmidt-Voigt.
- 11 faszinierende BuddyPress-Plugins, um kostenlos aus WordPress ein soziales Netzwerk zu zaubern
- Die Vorboten einer neuen Internet-Industrie! Ein exklusiver Rückblick & Blick hinter die Kulissen der Clickbank-Exchange 2011 in New York.


Noch keine Kommentare vorhanden!