Private Bildarchive haben einen Fehler, im Schnitt ist die Qualität der eingestellten Bilder niedriger als bei den Profis. Deshalb lohnt es sich möglichst viele Archive zu kennen, um die Perlen herauszufischen. Aus der Masse destilliert sich dann die “BestOf” der Fotos privater Bildarchive, die leicht mit den “Großen” mithalten kann.
Snygo.com
So einfach kann es sein. Das Nutzen der Bilddatei für eigenständige kommerzielle und nicht kommerzielle Medien- und Printprojekte ist ausdrücklich erlaubt. Punkt. Die Regeln der Imagedatenbank Snygo sind schlicht gehalten, was den Nutzer freut. Nach Anmeldung kann man sofort Bilder herunterladen, ein eigenes Album anlegen oder ein Bild als elektronische Postkarte versenden. Die Suche erleichtert eine Kategorisierung, eine Übersicht über die neusten Bilder, eine Suchmaske inklusive Datumseingrenzung und Kategoriewahl sowie ein Zufallsbild – und das alles auf Deutsch.
Kepek.Creart.hu
Viele Fotos, aber keine Nutzungsbedingungen. Hier muss man aufpassen. Mit der “Send to my mobile”-Funktion kann jedes Bild aufs Handy geschickt werden, was ohne rechtliche Probleme geht. Falls unbedingt ein Bild für ein kommerzielles Projekt genutzt werden soll, schreibt man den Fotografen besser direkt an.
FreeFoto
Freefoto.com macht gleich auf der Startseite klar: Die hier versammelten Bilder dürfen nur und ausschließlich für private Zwecke genutzt werden, was aber deren Wert nicht zwangsläufig mindert. Die Standards, wie die Aufteilung in Kategorien und eine Suchfunktion, werden auch hier erfüllt. Eine Kontaktmöglichkeit, um die kommerzielle Nutzung zu klären, findet sich ebenfalls.
DieBlen.de
Die Blende ist ein stylisches Bildarchiv mit der üblichen Suchfunktion, einer Kategorisierung und einem “Leuchtkasten”, in dem gefundene Bilder vor dem Download archiviert werden können – und der erfolgt ohne Anmeldung und in zwei Varianten: Einmal “normal” und einmal gezippt. Jedes Bild kann auch als Postkarte versendet werden. Ein netter Gag und eine gute Möglichkeit, Werbung für dieses Bildarchiv zu machen. Bei der kommerziellen Nutzung möchte dieblen.de eine kurze Information erhalten, um Referenzen zu sammeln. Ein Belegexemplar wird ebenfalls verlangt.
Fotodatenbank
Alle Fotos sind kostenlos und lizenzfrei – so steht es auch hier schon auf der Startseite, doch es gibt einen “Haken”. Der Anbieter erwartet bei der Nutzung auf einer CD-ROM oder bei gedruckten Werken zwei Belegexemplare, bei der Nutzung im Internet einen aktiven Link auf www.fotodatenbank.com. Nach der kostenlosen Anmeldung können Bilder in einem “Leuchtkasten” wie bei dieblen.de vor dem Download gesammelt werden. Ein Zufallsbild, eine Aufteilung in verschiedenen Kategorien sowie die Auflistung von neuen Bildern ist auch von anderen Archiven bekannt. Eine Suchfunktion sucht man vergebens.
Foto-Content
Wer (so wie ich) gleich auf “Erotik” geklickt hat, wird enttäuscht werden. Der Link führt zu einem kommerziellen Anbieter mit einigen freien Angeboten, die nur Kunden anlocken sollen. Die restlichen Bilder unterschiedlichster Qualität dürfen nur für das Internet genutzt werden, eine Nutzung in Printmedien kostet und verlangt eine Kontaktaufnahme. Zeigt man Bilder auf einer Website muß ein Link im Impressum oder als kleine Unterschrift unter dem Bild (auch hier mit Link) erfolgen.
Pixelbag.de
Pixelbag bietet nicht nur Bilder, sondern auch Schriften an, die nach der Anmeldung kostenlos herunter geladen werden können. Auch hier gibt es Kategorien, ein Zufallsbild, “Best Images”, “New Images”, eine Suchfunktion und einen Leuchtkasten, der leider als Warenkorb deklariert ist, was etwas verwirrt. Bei der Verwendung der Bilder soll man im Impressum pixelbag.de als Quelle erwähnen, sonst nichts, was mehr als fair ist. Das bei den “10 Bildern mit den meisten Downloads” auch die Schriften gelistet werden ist nur ein kleiner Bug, den man leicht beheben könnte. Gute Bildqualität und eine Linkliste werten das Archiv weiter auf.
Noch einmal muss betont werden, dass man vor der kommerziellen Nutzung der Bilder immer die AGBs lesen oder zur Sicherheit den Fotografen direkt anschreiben sollte.
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