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Aus dem Rahmen gefallen

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Was aus dem Rahmen fällt, weckt Aufmerksamkeit. Das gilt auch und besonders für Fotos. Gute Freistellungsarbeiten vorausgesetzt, kommt man schnell zu erstaunlichen Ergebnissen. Mehr als nur ein Blickfang.

Nicht nur die Werbung lebt von der Aufmerksamkeit des Interessenten. Das wird nicht nur bei Auswüchsen in der Bannerwerbung deutlich, es ist allgemein gültig ist. Nun muss der Grafiker im Web tiefer in die Trickkiste greifen, um den Betrachter zu fesseln.

Das folgende Bild könnte einen beliebigen Online-Reisebüro als Aufmacher dienen. An sich gibt es nichts auszusetzen, doch zeigt die Konkurrenz vielleicht ein ganz ähnliches Foto. Schon mit geringen Photoshop-Kenntnissen kann man dieses Bild aufwerten und Besucher zum Staunen bringen.

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Standard-Bild ohne "Effekt"

Aus dem Rahmen
Die Umsetzung ist einfach, die Idee unendlich variabel. Ein Bildelement wird auserkoren, über den Rand hinaus das eigentliche Bild zu verlassen und "frei" im Raum zu stehen. So könnte ein Flugzeug aus dem Bild fliegen, ein Ball zu weit rollen oder ein Sprung die Grenze des Fotorahmens sprengen. Einfacher sind Bildelemente, die nicht zu fein sind. Wer schon einmal Haare oder Bäume freistellen musste, wird das bestätigen.

Screenshot
Der Schnorchel geht zu weit

Freistellen des Bildelements
Damit das Bildelement über die Kante hinaus ragen kann, muss man es also freistellen. Die einfachste Methode ist das Freistellen mit einer Ebenenmaske. Man kopiert die Hintergrundebene über "Ebene -> Neu -> Ebene durch Kopie". Dann spendiert man der neuen Ebene eine Maske, was schnell über den Button "Ebenenmaske hinzufügen" in der Ebenenpalette unten links oder über "Ebene -> Ebenenmaske hinzufügen -> Nichts markiert" erledigt ist.

Die Maskenminiatur wird aktiviert, dann die Hintergrundebene ausgeblendet und mit schwarzer Vordergrundfarbe, dem Buntstift-Werkzeug und einer großen Werkzeugspitze (Durchmesser 100px) das Element grob freigestellt. Präziser können mit einem Hauptdurchmesser von 17px unerwünschte Bildbereiche unsichtbar gemacht werden. Ein Fehler ist schnell mit weißer Vordergrundfarbe bereinigt.

Zum Schluss ist die Feinarbeit an der Reihe, die mit dem Werkzeugspitzen-Werkzeug und einem Hauptdurchmesser von 3px ausgeführt wird. So wird die Kante nicht schwammig und bietet trotzdem einen sanften Übergang. Ein Objekt, das einmal freigestellt wurde, kann leicht mit einem Ebenenstil, etwa dem Schlagschatten, ausgestattet werden.

Screenshot
Das freigestellte Bildelement

Außer Rand und Band
Blendet man die Hintergrundebene wieder ein, ist das freigestellte Bildelement nicht zu sehen, es sei denn ein Ebenenstil wurde aktiviert. Für diesen Effekt muss deshalb das Originalbild auf der Hintergrundebene "verkleinert" werden. Man kann dazu eine entsprechende Auswahl mit der Hintergrundfarbe der Website füllen und dem Rest einen schwarzen, ein Pixel breiten Rahmen spendieren, wie im ersten Beispiel geschehen. Eine andere Lösung bietet die Erstellung eines künstlichen Polaroidfotos, das auf einer eigenen Ebene liegend auch einen Schatten werfen kann, wie das folgende Beispiel zeigt.

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Aus zwei mach eins
Für diesen Effekt muss nicht zwingend ein Bild mit der oben genannten Technik behandelt werden, man kann auch zwei Bilder kombinieren. Das Hintergrundbild wird dabei unversehrt übernommen. Es muss eventuell in der Größe angepasst werden. Per "Bild -> Arbeitsfläche" erweitert man den Raum um das Foto, um Platz für den "Rahmenbrecher" zu schaffen. Dieser muss allerdings freigestellt werden. Ist das geschehen, zieht man die Ebene per Drag & Drop über das Dokument mit dem Hintergrundbild und positioniert das Element. Ist JPEG das Zielformat, entspricht die Hintergrundfarbe der der Website. Beim GIF-Format hilft Transparenz aus.

Screenshot

Die Idee zu diesem Workshop entstammt übrigens einem Wettbewerb auf Worth1000, der regelmäßig wiederholt wird. Die Galerien dort bieten über 200 Beispiele zum Thema und sind eine Quelle der Inspiration.

Erstveröffentlichung 06.12.2005

Über Dirk Metzmacher

GravatarDirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen Tutorials in den letzten 7 Jahren Leser von Fachpublikationen wie Galileo Press, dem Franzis Verlag oder DigitalPhoto sowie Online-Magazinen wie etwa Dr.Web, photokina oder das Smashing Magazine von den Grundlagen zum Thema Photoshop bis hin zu professionellen Arbeitsweisen begleitet haben. Sein Twitter-Account und seine Website. Weitere Beiträge für Dr. Web: 316

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