Aufklappmenüs sind böse

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von Sven Lennartz

Was soll man machen? Der Umfang der Präsenz steigt und neue Rubriken müssen her. Eine herkömmliche Menüleiste kann irgendwann all das nicht mehr fassen. Das Aufklappmenü bietet sich als Lösung an. Doch es hat seine Tücken.

Die auch als “Flyout-Menüs” bekannten Leisten erreichen mitunter eine beachtliche Tiefe. Da werden Fenster bis zu 5 oder 6 Ebenen tief geöffnet. Klar, es passt eine Menge hinein. Die Ordnung bleibt gewahrt. Doch erkennbar ist sie nicht mehr.

Zu erst einmal gibt es technische Tücken zu beachten. Solche Anwendungen sind nur mit heftigem Einsatz von DHTML zu realisieren – Flash wäre auch möglich. Das klappt zwangsläufig nicht mit allen Browsern – mit älteren Exemplaren schon gar nicht. Zudem verursachen sie eine Menge Arbeit für Design und Codierung. Aber das ist kein wirkliches Problem, sondern eine individuelle Entscheidung.

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Es muss schon genau gezielt werden

Aufklappmenüs sind diffizil. Sie erfordern ein exaktes Vorgehen mit der Maus. Schließlich liegen sie in der Regel über dem Inhalt einer Website und müssen oft mit wenig Platz auskommen. Kleine Schriften, winzige Pfeile und Typozeichen machen ihre Bedienung schwierig; insbesondere dann, wenn sich Fenster in mehrere Richtungen öffnen – je nach Platz links oder rechts – und man tiefere Ebenen nutzen muss.

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Mehrere Ebenen komplizieren die Auswahl

Das ist für den Normalnutzer nicht immer einfach, man vertut sich schnell. Für Senioren ist das in der Regel besonders unangenehm. Man braucht eine ruhige Hand.

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Hier muss man einen Spagat riskieren. Der aufklappende Teil ist sehr weit vom Link entfernt.

Das schwerwiegendste Problem besteht darin, dass der Besucher vor immer neue Entscheidungen gestellt wird. Beim Klick auf das Menü hat er seine Entscheidung für einen bestimmten Bereich bereits getroffen – nun wird ihm gleich die nächste abverlangt.

Je allgemeiner das Menü gehalten ist, je mehr Optionen es schließlich offenbart, desto unangenehmer wird es. Nicht dass ein Besucher zu dumm wäre das zu verstehen, die Auswahl ist für ihn mit Stress verbunden. Dazu kommt, dass man einen einmal entdeckten Link möglicherweise nur unter Schwierigkeiten erneut finden kann.

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Drei Ebenen in die Gegenrichtung

Das heißt, wenn schon Klappmenü, dann möglichst einfach strukturiert. Gute Überschriften wählen (am besten ohne ein störendes, zusätzliches TITLE-Attribut, wie man es etwa bei der FAZ finden kann). Die Gefahr des Abrutschens minimieren, indem ausreichende Breiten gewählt werden und man beim nach links oder rechts “zittern” nicht unabsichtlich in die nächste Spalte gerät oder das Mernü gar verschwindet. Auf tiefer verschachtelte Ebenen sollte man verzichten.

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Volkswagen zeigt ein einfaches und bedienungssicheres Klappmenü

Weitere Beiträge:

Über Sven Lennartz

Sven ist der Erfinder des Dr. Web Magazins, Autor und Herausgeber verschiedener Fachbücher. Als Webdesigner und Texter früher freiberuflich für verschiedene Unternehmen und Verlage tätig. Jetzt Geschäftsführer der Smashing Media GmbH.

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Was soll man machen? Der Umfang der Präsenz steigt und neue Rubriken müssen her. Eine herkömmliche Menüleiste kann irgendwann all das nicht mehr fassen. Das Aufklappmenü bietet sich als Lösung an. Doch es hat seine Tücken.

Die auch als “Flyout-Menüs” bekannten Leisten erreichen mitunter eine beachtliche Tiefe. Da werden Fenster bis zu 5 oder 6 Ebenen tief geöffnet. Klar, es passt eine Menge hinein. Die Ordnung bleibt gewahrt. Doch erkennbar ist sie nicht mehr.

Zu erst einmal gibt es technische Tücken zu beachten. Solche Anwendungen sind nur mit heftigem Einsatz von DHTML zu realisieren – Flash wäre auch möglich. Das klappt zwangsläufig nicht mit allen Browsern – mit älteren Exemplaren schon gar nicht. Zudem verursachen sie eine Menge Arbeit für Design und Codierung. Aber das ist kein wirkliches Problem, sondern eine individuelle Entscheidung.

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Aufklappmenüs sind diffizil. Sie erfordern ein exaktes Vorgehen mit der Maus. Schließlich liegen sie in der Regel über dem Inhalt einer Website und müssen oft mit wenig Platz auskommen. Kleine Schriften, winzige Pfeile und Typozeichen machen ihre Bedienung schwierig; insbesondere dann, wenn sich Fenster in mehrere Richtungen öffnen – je nach Platz links oder rechts – und man tiefere Ebenen nutzen muss.

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Mehrere Ebenen komplizieren die Auswahl

Das ist für den Normalnutzer nicht immer einfach, man vertut sich schnell. Für Senioren ist das in der Regel besonders unangenehm. Man braucht eine ruhige Hand.

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Hier muss man einen Spagat riskieren. Der aufklappende Teil ist sehr weit vom Link entfernt.

Das schwerwiegendste Problem besteht darin, dass der Besucher vor immer neue Entscheidungen gestellt wird. Beim Klick auf das Menü hat er seine Entscheidung für einen bestimmten Bereich bereits getroffen – nun wird ihm gleich die nächste abverlangt.

Je allgemeiner das Menü gehalten ist, je mehr Optionen es schließlich offenbart, desto unangenehmer wird es. Nicht dass ein Besucher zu dumm wäre das zu verstehen, die Auswahl ist für ihn mit Stress verbunden. Dazu kommt, dass man einen einmal entdeckten Link möglicherweise nur unter Schwierigkeiten erneut finden kann.

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Drei Ebenen in die Gegenrichtung

Das heißt, wenn schon Klappmenü, dann möglichst einfach strukturiert. Gute Überschriften wählen (am besten ohne ein störendes, zusätzliches TITLE-Attribut, wie man es etwa bei der FAZ finden kann). Die Gefahr des Abrutschens minimieren, indem ausreichende Breiten gewählt werden und man beim nach links oder rechts “zittern” nicht unabsichtlich in die nächste Spalte gerät oder das Mernü gar verschwindet. Auf tiefer verschachtelte Ebenen sollte man verzichten.

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Sven ist der Erfinder des Dr. Web Magazins, Autor und Herausgeber verschiedener Fachbücher. Als Webdesigner und Texter früher freiberuflich für verschiedene Unternehmen und Verlage tätig. Jetzt Geschäftsführer der Smashing Media GmbH.

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