Adsense

AdSense und AdWords: Geld ohne Website

29. März 2006
von

Am 7. März schon einmal aufgegriffen als Firefox Anzeigen Trick. Es geht darum wie man mit AdSense, AdWords und Google-Empfehlungen Geld machen kann ohne selbst eine echte Website zu betreiben. Nicht einmal Spam ist zwingend nötig. Es funktioniert so: man kauft via AdWords die billigstmöglichen Keywords ein. Es geht um den Minimalpreis pro Klick von 0,01 Dollar und ein bisschen darüber. Davon scheint es reichlich zu geben.

Das so angelockte Publikum soll nichts lesen oder anderweitig bestaunen, sondern weiterhin auf Googleanzeigen oder prominent platzierte Empfehlungsbuttons klicken. Das funktioniert so gut, das inzwischen eine Szene entstanden ist. Einen passenden Ausdruck gibt es ebenfalls: MFA = Made for Adsense.

Typische MFA Anzeigen:

firefoxad foto

Die Grenzen zum Spam sind fließend. Eine Einzelseite reicht aus (harmlos: schneller-im-web.de), doch auch Linklisten, Affiliategerümpel, Splogs oder Scheinsuchmaschinen werden auf diese Weise beworben. Dem Webmaster gefällt das weniger, so er es denn merkt. Denn erstens werden seine Leser in windigen Ecken weggelockt und zweitens kann er nichts verdienen.

Ein Cent pro Klick macht niemanden reich. Deshalb existiert eine Blacklist mit bereits über 2500 Einträgen. Dort lassen sich thematisch sortierte Listen generieren mit deren Hilfe die MFAs via Konkurrenzfilter verbannt werden können. Der übliche Haken, all das bezieht sich auf das internationale Geschäft, ist aber besser als nichts. Vielleicht ein guter Tipp für bessere Erträge, oder einen neuen lukrativen Geschäftszweig…

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Sven Lennartz

Sven ist der Erfinder des Dr. Web Magazins, Autor und Herausgeber verschiedener Fachbücher. Als Webdesigner und Texter früher freiberuflich für verschiedene Unternehmen und Verlage tätig. Jetzt Geschäftsführer der Smashing Media GmbH.

24 Kommentare zu „AdSense und AdWords: Geld ohne Website

  1. Kalyxo am 29. März 2006 um 07:19

    Super Artikel. Ich habe das auch schon ab und an bemerkt, aber den Sinn nie wirklich zuende gedacht.

    Allerdings bezweifle ich stark, dass nach einer sinnvollen Kosten-Nutzen-Betrachtung das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag in einem attraktiven Verhältnis steht.

    Das ist was für Leute, die zu viel Zeit haben. :-)

  2. Thomas Fruetel am 30. März 2006 um 13:49

    Die 1 Cent Adsense Anzeigen sollten auf einer Site mit hochwertigen Inhalten unter normalen Umständen eigentlich auch ohne Blacklist nicht erscheinen. Hält Google eine Site für wertig, so werden eher hochpreisige Anzeigen eingeblendet. Soweit zumindest die Theorie.

  3. Frank am 31. März 2006 um 16:49

    … glaube auch nicht, daß die Blacklist in dem Zusammenhang für “normale” Webmaster Sinn macht – bestenfalls für reine Adsense-Spam-Projekte.
    Selbst auf meinen qualitativ vergleichsweise schlechteren Projekten hatte ich noch nie Adsense-Klickpreise unter 9 Cent pro Klick …

  4. davidflo am 1. April 2006 um 21:20

    Also wenn man das so sieht, dann könnte man sich ja auch bei anderen Pay-Per-Click Partnerprogrammen anmelden, die meisten bieten hier 5-10 Cent pro Klick.

    Ausgaben: 1 Cent
    Einnahmen: 5-10 Cent
    Unterm Strich: zwischen 400% und 900% Reingewinn… besser als mit jeder Aktie :) ?

  5. tobsn am 3. April 2006 um 13:00

    dieser bilder “trick” verstößt übrigens gegen die google richtlinien…

    siehe posting von der dame von google:
    http://www.abakus-internet-marketing.de/foren/viewtopic/t-16434/postdays-0/postorder-asc/start-60.html

  6. S-O-S SEO Blog am 5. April 2006 um 02:58

    AdSense Arbitrage

    Das Wort Arbitrage kommt aus dem Lateinischen (Arbitratus) und kann mit Gutdünken, freie Wahl oder freies Ermessen übersetzt werden. Meist spricht man von Arbitrage im Zusammenhang mit dem Ausnutzen von Preisunterschieden in verschiedenen Märkten f…

  7. jomei am 5. April 2006 um 07:08

    Aha, jetzt hab ich das auch verstanden, wieso da so viele Linklisten und anderer Schrott beworben werden. Ist ja eigentlich eine Superidee für die Schnelle Mark.

    Von daher danke für die Info und die vermutlich baldig noch größere Ausbreitung ;-)

  8. Ratgeber am 5. April 2006 um 16:08
  9. Eint.de Weblog am 8. April 2006 um 13:00

    Adsense Arbitrage / Made for Adsense: Adwords und Adsense zum Selbstzweck

    Heute blogge ich über ein Thema, dass mir schon seit einigen Tagen in den Fingern juckt. Vielleicht kennt ihr bereits die Adsense Anzeigen, die für den kostenlosen Firefox werben. Wahrscheinlich wirbt jemand gerade auf euren Seiten für den Firefox W…

  10. DerZeiger.de » MFA = Made for AdSense am 15. April 2006 um 12:17

    [...] Hinter diesem Begriff verbirgt sich… nun ja… für die einen eine einfache und lukrative Möglichkeit Geld mit dem Google-AdSence-Programm zu verdienen und für andere der Grund für zahlreiche unnötige Werbeseiten. Sven Lennartz beschreibt im Dr. Web Weblog mit einfachen Worten das Prinzip von MFA. [...]

  11. Stefan am 19. April 2006 um 09:50

    Ich funde, solche Tricks sollten nicht noch mehr veröffentlicht werden. Das Web ist schon genug mit solchen Seiten zugemüllt.

  12. robert goese am 1. Mai 2006 um 14:42

    Solche Artikel sollten ruhig veröffentlicht werden: Google unternimmt immer erst etwas, wenn der Druck ein wenig stärker wird.

    Da Google eigene AdWords-Anzeigen-Prüfer beschäftigt, die sich ja bei jedem kleinen Mist beschweren, könnten diese ja solchen Spielereien schnell Einhalt gebieten.

  13. Christian am 17. Juni 2006 um 12:49

    Mittlerweile gibt es auch kostenlos deutsche AdSense Keywords mit denen sich mehrere EUR je Klick erreichen lassen. Z.B. hier: Free AdSense Keywords.

  14. [...] Der Begriff Made for Adsense (MFA) bezeichnet eigentlich Webseiten die nur aus Adsense Anzeigen bestehen und für die dann möglichst günstige Adwords Anzeigen (0,01 EUR) geschaltet werden um so mit einem günstigen Besucher einen guten Klick (auf eine Adsense Anzeige) zu erziehlen. Doch noch einen Schritt weiter gehen Businessmodelle die komplett auf Adsense basieren. [...]

  15. meinhard am 25. August 2006 um 08:47

    das mag ja dem einen oder anderen mathematik und statistik interessierten ganz lustig sei, für online marketing ist das “fuzzi kram”. hype und spielerei.

  16. [...] Die meisten Filme, die ich auf dem Festival gesehen habe, hätten es im Internet sehr schwer. Das liegt ganz einfach daran, dass es eine unglaubliche Konkurrenzsituation gibt. Es wird um Aufmerksamkeit, Zeit und Geld konkurriert und das ganze Global. Kurzfilme haben dabei entscheidende Nachteile: Es gibt im Normalfall keine Serialität und sie sind auch nicht an das Medium Internet angepasst.Seit Plattformen, wie Revver oder Metacafe Produzenten finanziell entlohnen, haben sich ähnlich wie die Made-for-Adsense Angebote Made-for-Advertising/Revenue-Videos entwickelt. Es gibt eine Reihe von Produzenten, die sich genau auf die Portale spezialisiert haben und darüber versuchen Umsätze zu generieren. Die Filme aus dieser Szene sind meist sehr einfach produziert und haben entweder einen aktuellen Bezug (WM, GooTube, …) oder sprechen ein Thema an, das auf den Portalen immer zieht (Missgeschick, Stunts oder Erotik). Hinzu kommt, dass diese Produzenten oftmals serial produzieren und sich darüber sowie ihre Blogs einen festen Kern von Zuschauern erarbeiten.Neben der Konkurrenz durch die Made-for-Revenue Produzenten muss jeder Kurzfilm natürlich auch mit etablierten Shows im Internet konkurrieren und da geht die Bandbreite von Ehrensenf, Rocketboom über Lonelygirl15 bis hin zu Ask a Ninja und Rob Vegas. Deshalb ist es enorm wichtig sich die richtige Plattform und die richtige Strategie zurecht zulegen.Leroy räumt auf ist ein wunderbarer Kurzfilm über den ich bereits vor knapp einem Jahr berichtet hab. Der Film hat in der Blogosphere eine recht ansehliche Aufmerksamkeit erhalten und der Ansturm auf die Downloadversion war so groß, dass sich die Macher zusätzliche Partner suchen mussten. Auf YouTube und Google Video wurde der Film jedoch bis jetzt nur ca. 3000 mal aufgerufen. Hinzu kommt, dass die durchschnittliche Verweildauer der User pro Seite auf diesen Portalen bei ca. zwei Minuten liegt. Ich gehe deshalb davon aus, dass maximal 15% der angezeigten Besucher den Film auch zu Ende gesehen haben. Deshalb stellt sich natürlich die Frage sind YouTube oder Google Video überhaupt die richtigen Plattformen für Kurzfilme? [...]

  17. Adsense-Kompendium am 16. Dezember 2006 um 10:29

    Das Web bietet soviele Möglichkeiten Geld zu verdienen, natürlich sind darunter auch manche dabei, die der breiten Öffentlichkeit nicht sonderlich gefallen. Ob Adsense Arbitrage wirklich so schlimm ist lasse ich mal dahingestellt, dennoch sollte man nicht vergessen das Adsense allgemein nichts schlechtes ist. Durch Adsense sind zwar auch viele Spam-Sites entstanden, im Endeffekt sind dadurch aber auch viele Services entstanden die ohne Adsense niemals hätten kostenlos sein können, Adsense ist für die Rehabilitierung des Dot-Com-Crash verantwortlich.

  18. schmidt am 19. März 2007 um 16:49

    So ein Schwachsinn
    Wer hier schreibt das ist besser als Aktien kann nur irgend so ein biersaufender Internetcafe Penner sein wie viele 1 Cent klicks willst Du machen um Gewinne mit Aktien zu vergleichenWer bei google nichts zahlt wird eh nur unter den anderen 1 mio Besserwisser INternetcafe Spinnern abgeheftet bzw landet dort im Mülleimer. Jeder der in einer so einer Firma arbeitet wird das hier geschriebene bestätigen können.
    Wenn Ihrs nicht glaubt dann besucht doch die nächste Internetworld Messe und fragt bei den angeblich Geld verteilenden Firmen selbst an. MFg ein unbekannter Programmierer aus Berlin

  19. Jessus am 19. März 2007 um 16:52

    Biete meinen Ferrari F50 für jeden der mir ein Monatseinkommen von über 10000 Euro mit diesem 1 Cent Blödsinn nachweist. Nachrichten an mich bitte hier posten.
    Grüße von Dieter Wettanbieter

  20. Maik am 22. Mai 2007 um 15:13

    Also ich kann nur sagen das die Blacklist auf jedenfall was bringt. Bei mir hat es ca. 5€ ausgemacht auf 100 Klicks. Und 5€ mehr haben oder nicht.

  21. markus am 5. Juni 2007 um 08:40

    Wie ist das mit den 2.500 Einträgen in der Blacklist. Die Filter-Funktion in AdSense ist doch auf 200 begrenzt, oder?

  22. Made for AdSense » Dr. Web Weblog am 6. Juli 2007 um 11:56

    [...] Familienarbeit? Alles richtig, doch nun kommt eine neue Definition dazu. Sie heißt Made for Adsense und bezeichnet Seiten, die gar nicht als Teil einer Website oder für Besucher gedacht sind, [...]

  23. Martin am 5. Dezember 2007 um 23:44

    Der Link zu der Blacklist ist defekt.
    Ansonsten bedanke ich mich für die Infos, wenn das was bringt, dann kann man es ruhig mal testen.
    Beste Grüsse
    Martin

  24. SEOPirat am 13. Mai 2010 um 17:57

    Kool, danke für die kleine große Info, nur das google immer erst etwas übernimmt wenn man etwas druck ausübt habe ich nicht gemert wenn die seite ganz passabel Optmiert wurde & auf der seite immer wieder was passiert ist google doch damit voll einverstanden oder sehe ich das falsch!?!

    Grüße an das Dr Web Team

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